SC Vöhringen 1893 e.V.

Abteilung Handball

Hinrunde der Ersten (M1) in der Saison 2015/2016

Spielplan Hinrunde

DatumZeitHeimGastErgebnisBerichte
12.09.1519:30SC VöhringenTV Weilstetten18 : 27Spielbericht
19.09.1520:00SG O'/UnterhausenSC Vöhringen26 : 16Spielbericht
26.09.1519:30SC VöhringenTSV Zizishausen27 : 33Spielbericht
03.10.1520:00HSG Lang/ElchingenSC Vöhringen34 : 29Spielbericht
11.10.1518:00HSG AlbstadtSC Vöhringen33 : 27Spielbericht
18.10.1517:00SC VöhringenTV Reichenbach33 : 29Spielbericht
24.10.1520:00TSV HeiningenSC Vöhringen36 : 24Spielbericht
31.10.1519:30SC VöhringenTV Gerhausen26 : 28Spielbericht
07.11.1520:00MTG WangenSC Vöhringen39 : 26Spielbericht
21.11.1519:30SC VöhringenTSV Blaustein25 : 29Spielbericht
29.11.1517:00SKV Unterens.SC Vöhringen35 : 26Spielbericht
05.12.1519:30SC VöhringenTV Steinh./A.31 : 26Spielbericht
12.12.1519:30SC VöhringenHSG Winz-Wiß28 : 23Spielbericht
19.12.1519:30HV RW LaupheimSC Vöhringen31 : 31Spielbericht

HV RW Laupheim – SC Vöhringen 31 : 31 (17 : 14)

Samstag, 19.12.2015: Spielbericht

Enge Derbys zwischen dem HV RW Laupheim und dem SC Vöhringen gab es schon etliche in der Vergangenheit, und so war es auch nun wieder: zwei Kontrahenten, die sich verbissen beharkten, am Ende trennte man sich gerecht 31:31 (17:14).

Die Rahmenbedingungen stimmten: 700 Zuschauer bildeten eine tolle, lautstarke Kulisse. Die Gastgeber legten mit ordentlich Dampf los, zwar konnte Valentin Istoc das 1:0 durch Constantin Striebel im Gegenzug egalisieren, nach etwas über fünf Zeigerumdrehungen führte Laupheim dennoch mit 5:3. David Schuler, nach schönem "Abräumen" über Linksaußen verkürzte, aber der routinierte Pancu setzte von der rechten Seite den Ball gekonnt ins lange Eck. Andrei Mitrofan hielt einen Siebenmeter von Amann, André Bluhm – äußerst torhungrig am heutigen Tage – netzte zum 6:5 ein. Weil aber der auffällige Tim Rodloff - mit der stärkste Akteur auf Seiten des HRW - nicht zu halten war, wollte der Ausgleich noch nicht fallen. Erst zwei Minuten später war es soweit. David Schuler - mit gewohnt starker Leistung - verwandelte einen Siebenmeter und zeigte sich dann auch vom Flügel treffsicher: 7:7 (14. Minute). Es blieb eng, es blieb umkämpft. Laupheim legte vor, Vöhringen glich aus. Constantin Striebel und zweimal Beidhänder Dennis Hartmann brachten für die Hausherren eine zweistellige Trefferzahl auf die Anzeige, David Schuler und André Bluhm (2x) zogen für den SCV nach. Daniel Amann überraschte die Vöhringer Deckung inklusive Torhüter aus dem Rückraum, Sandro Jooß setzte die Harzkugel auf der Gegenseite genau neben den Pfosten. Dann schloß für Laupheim Pancu zweimal clever ab, Istoc und Pick taten es ihm auf Gästeseite gleich - 13:13 (26. Minute). Bisher war es kein Spiel der Torhüter bzw. Abwehrreihen gewesen, weder Wachter auf HRW-Seite, noch Mitrofan und Seiler auf Vöhringer Seite hatten großartig Gelegenheit bekommen, ihr Können zu demonstrieren. Daniel Krämer, nun im Laupheimer Gehäuse, hatte da mehr Fortune, zeigte sich reaktionsschnell und seine Vorderleute nutzten dies. Striebel und Pancu waren erfolgreich, nach Arne Picks Anschlußtreffer blieb ein Gegenstoß erneut an Krämer hängen, und Laupheim nutzte die Gunst der Stunde aus: Daniel Amann stellte mit zwei Toren den Halbzeitstand her, der letzte SCV-Versuch verpuffte wirkungslos.

Die Gastgeber eröffneten den zweiten Durchgang mit Ballbesitz - ohne Erfolg. Andrei Mitrofan parierte - nach mäßiger erster Spielhälfte sollte er sich im Weiteren gehörig steigern - und Arne Pick wuchtete das Leder aus großer Distanz in die Maschen. Dennoch, der Drei-Tore-Vorsprung Laupheims sollte vorerst Bestand haben - Niederbacher, Amann und Rodloff konservierten ihn zum 20:17 (35. Minute). Mitrofan parierte einen "Freien" vom Kreis, Bluhm zog mit Vehemenz durch, und Jooß verwandelte nach hartem Einsteigen gegen David Schuler den wichtigen Siebenmeter zum 20:19. Amann und Hartmann brachten ihre Versuche dann unter, "Vali" Istoc und der clevere spielende Sandro Jooß wussten eine Antwort - 22:21 (38. Minute). "Bomber" André Bluhm machte seinem Namen zweimal Ehre, beim 23:23 war der Ausgleich fällig. Nach dem 24:24 drückte Andrei Mitrofan einer weiteren HRW-Chance den Stempel "wertlos" auf, schickte David Schuler in den Gegenstoß, der überlegt und bejubelt vom entzückten Vöhringer Fanblock den Ball zur erstmaligen Führung unterbrachte. Valentin Istoc setzte noch einen drauf, Tim Rodloff tankte sich im Gegenzug zum 25:26 durch. Ein weiterer Gegenstoß durch Schuler brachte das 25:27, Striebels Anschlußtreffer beantwortete der bärenstarke Arne Pick mit derm 28. Vöhringer Treffer. Constantin Striebel hielt seine Mannschaft im Spiel verkürzte, und Matthias Stetter - wieder einmal mit einer großartigen Partie im Abwehrzentrum - musste zwei Minuten aufs Sünderbänkchen. Laupheim erkämpfte sich in der Überzahl zwei Strafwürfe, die beide von Mihut Pancu verwandelt wurden - die Führung wechselte wieder (54. Minute). Nun erwischte es auch einen HRW-Spieler mit einer Zeitstrafe - allein, die Vöhringer wussten es nicht zu nutzten. Erst ging ein Istoc-Geschoss übers Tor, und dann pariert Daniel Wachter prächtig per Fußabwehr einen platzierten Wurf André Bluhms. Robin Pohl konnte zum  30:28 verwandeln – SC-Trainer Stefan Schramm legte die grüne Karte zur Auszeit (57. Minute). Unmittelbar im Anschluß daran fand Thilo Brugger mit einem tollen Anspiel den am Kreis lauernden Arne Pick, aber dennoch schien der großartige Kampf der Vöhringer unbelohnt zu bleiben, als Dennis Hartmann den Ball zwei Minuten vor dem Ende ins Vöhringer Tor zimmerte – 31:29. Constantin Striebel hatte nach Vöhringer Ballverlust per Konter die Chance auf die endgültige Entscheidung, eine Glanzparade von Andrei Mitrofan hielt die Hoffnung bei seinen Teamkollegen sowie beim lautstarken Vöhringer Anhang am Leben. André Bluhm sorgte mit seinem Anschlusstor für eine turbulente Schlussminute, in der dennoch die Gastgeber alle Trümpfe in der Hand hatten. Geduldig bauten sie ihren Angriff auf, fanden Tim Rodloff frei auf Linksaußen – der den Ball oben am langen Eck vorbei setzte. Nochmals rannten die Wielandstädter an, angetrieben vom Fanblock, und André Bluhm zeigte sich als Mann ohne Nerven, knallte das Spielgerät zum umjubelten Ausgleich ins Netz.

37 Sekunden verblieben für Laupheim, die Vöhringer verteidigten leidenschaftlich und mit Mann und Maus, den Gastgebern gelang es nicht, die entscheidende Lücke zu finden. Es reichte nur noch zu einem direkten Freiwurf in der Schlusssekunde, nach längerer Unterbrechung, einigem Tohuwabohu und Zeitstrafen gegen beide Seiten konnte Rodloff bei seinem Versuch den Ball nicht mehr im Kasten der Illertaler unterbringen. Beide Kontrahenten hatten sich in einer harten, intensiven aber nicht unfairen Partie einen Punkt redlich verdient.
 
HV RW Laupheim:
Daniel Krämer, Daniel Wachter; Joschua Braun, Tobias Schöffmann (1), Tim Rodloff (6), Yannick Niederbacher (2), Constantin Striebel (5), Mihut Aron Pancu (6/3), Daniel Amann (5), Patrick Klöffel, Christian Wiech, Robin Pohl (1), Dennis Hartmann (5), Timo Remane.
 
SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Christian Bucher, André Bluhm (10), Valentin Istoc (6), Johannes Stegmann, Yannick Kast, Arne Pick (6), David Schuler (6/2), Lukas Koßbiehl, Sandro Jooß (3/1), Thilo Brugger, Matthias Stetter.
 
Siebenmeter:
HRW: 4/3 (Mitrofan pariert gegen Amann)
SCV: 3/3
 
Zeitstrafen:
HRW: 6 (Rodloff, Niederbacher, Pancu, 2x Wiech, Wachter)
SCV: 5 (2x Kast, Jooß, Brugger, Stetter)

Vorbericht

Im letzten Spiel der Hinrunde kommt es zum Duell "Rot-Weiss" gegen "Rot-Weiss" - die Vöhringer Württembergliga-Handballer reisen zum Derby nach Laupheim (Samstag, 19.30 Uhr, Rottumhalle).

Nachdem man in den letzten beiden Heimspielen die so dringend erhofften - und insgeheim erwarteten - Punkte holen konnte, ist man beim Gastspiel in Oberschwaben nur Außenseiter. Laupheim rangiert momentang mit 12:14 Punkten auf Rang zehn, einige Experten hätten die Senciuc-Truppe augrund des stark besetzten Kaders wohl einige Plätze weiter vorne eingeschätzt. Zuletzt konnten die samstäglichen Gastgeber aber mit zwei Husarenstreichen aufwarten: bei den heimstarken Unterensingern wurde triumphiert, und dann konnte auch Ligafavorit Blaustein in eigener Halle geschlagen werden. Umso bemerkenswerter, da mit Rückraumspieler Sergiu Zvanciuc ein zentraler Spieler langfristig ausfällt. Aber auch die verbleibenden Spieler um Striebel, Rodloff, Amann, Schröder, Hartmann oder Pancu haben jede Menge Qualität, um an einem guten Tag jedes Team der Liga schlagen zu können.

Die erfolgreichen Partien gegen Steinheim und Winzingen/Wißgoldingen haben allen Vöhringer Spielern, Verantwortlichen und Fans gut getan. Nach wochenlanger Erfolglosigkeit zeigte die Mannschaft, dass sie lebt und sich noch längst nicht aufgegeben hat. So fährt man auch optimistisch nach Laupheim, wenn man hier auch nicht unbedingt einen Sieg erwarten sollte, eine ansprechende Leistung wollen die Wielandstädter ihrem Publikum schon präsentieren. Auch wenn am Samstag auf Grund der räumlichen Nähe kein Fanbus eingesetzt wird, hoffen die Illertaler auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch ihre Anhänger.

Vorbericht aus Laupheim

In der Handball-Württembergliga bestreitet die 1. Mannschaft des HRW Laupheim am kommenden Samstag das letzte Pflichtspiel im Jahr 2015. Gegner ist kein geringerer als der alte Rivale aus Vöhringen. Anpfiff ist um 19:30 in der Rottumhalle.

Nach einer spielfreien Woche steht für Handballer des HRW Laupheim am Samstag wieder Ligaalltag an. Fünf Tage vor Heiligabend steigt ein brisantes Spiel in der Laupheimer Rottumhalle. Als „Derby der Derbys“ wird das Spiel Laupheim gegen Vöhringen gepriesen, viele enge Spiele haben sich beide Vereine in der Vergangenheit geliefert. „Gegen Vöhringen zu spielen ist immer etwas Besonderes“, sagt HRW-Torwart Daniel Krämer. „Die Stimmung auf den Rängen ist noch einen Tick besser.“

Im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit haben sich die sportlichen Vorzeichen ein wenig gedreht. Brauchte in den letzten Jahren oftmals der im Abstiegskampf stehende HRW die Derby-Punkte dringender, steht derzeit der SC Vöhringen auf einem Abstiegsplatz. Insbesondere der Abgang vom treffsichersten Rückraumspieler Manuel Scholz, der sich seinem Heimatverein TSV Niederraunau anschloss, konnte der SCV zu Beginn der Spielzeit nicht kompensieren. Doch kommen die Illertaler immer besser in Fahrt. Nach dem Trainerwechsel von Vasile Stanciu zu Stefan Schramm gewann die Mannschaft aus den letzten drei Partien zwei – unter anderem gab esvor Wochenfrist gegen das Team aus Winzingen/Wißgoldingen einen Heimsieg. „Natürlich wollen wir, dass Vöhringen in der Liga bleibt“, sagt Daniel Krämer. „Doch die Punkte müssen sie wo anders als in Laupheim holen. Ich denke aber, dass die Mannschaft stark genug ist, um die nötigen Punkte für den Ligaverbleib zu sammeln, “ so Krämer.

Auf Laupheimer Seite hat sich die Personalnot im Rückraum noch nicht gelegt. Der langzeitverletzte Sergiu Zvanciuc wird noch auf unbestimmte Zeit ausfallen. Hinzukommt, dass der Einsatz vom Ex-Vöhringer Sven Schröder fraglich ist. Der Mittelmann hat sich beim letzten Auswärtsspiel in Albstadt eine Daumenverletzung zugezogen. „Zu Hause haben wir bislang jedes Derby gewonnen“, gibt sich Krämer trotzig. „Das soll auch am Samstag so bleiben.“

SC Vöhringen – HSG Winzingen/Wißgoldingen 28 : 23 (15 : 11)

Samstag, 12.12.2015: Spielbericht

Auch wenn die Vöhringer Handballer ihren Anhang phasenweise etwas zittern ließen, und vor allem im Angriff nicht alles gelang: die Illertaler behielten auch im zweiten Heimspiel in Serie die Oberhand. Beim 28:23 (15:11)-Erfolg über die HSG Winzingen/Wißgoldingen waren zwei großartige Torhüter und ein kampfstarker Abwehrverbund die Garanten für die wichtigen Punkte.

Die HSG, mit zuletzt beachtlichen Auswärtsauftritten angereist, eröffneten durch ihren Kreisläufer zum 0:1, und da es etwas dauerte, bis die Gastgeber ihre Anfangsnervosität im Griff hatten, konnten sie in den ersten Minuten zuerst auch stets vorlegen. Zweimal Arne Pick, David Schuler und Valentin Istoc hielten den SCV beim 4:4 aber im Spiel (7. Minute). Torhüter Andrei Mitrofan war wie schon zuletzt schnell auf Betriebstemperatur, entschärfte einige Bälle und gab der Abwehr so die nötige Sicherheit. Und auch sein Landsmann "Vali" Istoc lief heiß: drei Tore in Folge erzielte der rumänische Torjäger zum 7:5, und als Mitrofan im Gegenzug einen Siebenmeter von Jan Spindler unschädlich machte, wurde es im stimmungsvollen Sportpark richtig laut. Die zahlreichen Fans sollten auch in den Folgeminuten Grund zum Jubeln haben. Arne Pick, wie üblich mit großartigem Einsatz, nutzte ein Überzahlspiel, Andrei Mitrofan ließ im Verbund mit seiner Defensive in den folgenden Angriffen der Spielgemeinschaft nichts zu, und Istoc fand vorne immer wieder eine Lücke: 10:5 (16. Minute). Chancen, diese deutlich Führung in der Folgezeit zu konservieren, gab es einige, doch die Wielandstädter ließen im Offensivspiel etwas nach. Hier ein technischer Fehler, dort ein schlechtes Zuspiel, zudem konnte sich Winzingens Torhüter Marius Wirtl das ein oder andere Mal auszeichnen. Christian Buchers Hüftwurf schlug zwar zum 11:7 ein, und der aus allen Lagen treffende "Vali" Istoc zeichnete sich für das 12:8 (25. Minute) verantwortlich, doch der Elan von zehn Minuten zuvor wollte sich nicht wieder einstellen. Winzingen/Wißgoldingen nutzte dies, Philipp Köller traf mit zwei trockenen Würfen aus dem Rückraum, und knapp zwei Minuten vor der Pause entwischte Christian Schmid zum 12:11-Anschlußtreffer. Wichtig, dass die Rot-Weißen sich dennoch nicht beirren ließen. Arne Pick wuchtete die Harzkugel mit Vehemenz ins Netz, und dann schickte Mitrofan den schnellen Lukas Koßbiehl auf die Reise, der zum 14:11 vollstreckte. Es sollte noch besser kommen, was in der Vorwoche erfolgreich war, wird erneut versucht - so dachte zumindest André Bluhm. Der Hüne bekam von Mitrofan den Ball serviert, schüttelte noch zwei Gegnspieler ab und knallte das Spielgerät unmittelbar vor der Sirene aus großer Distanz ins Tor.

Trotz dieses "Nadelstichs" waren es die Gäste, die sich nach dem Seitenwechsel zuerst besser zurecht fanden. Topscorer Max Dangelmaier, von der SCV-Deckung ansonsten einigermaßen neutralisiert, verwandelte einen Strafwurf, Nico Heilig erzielte das 15:13. Valentin Istoc konterte, und David Schuler verwandelte den einzigen Vöhringer Strafwurf zum 17:14  (38. Minute). Nach Arne Pick's 18:15 parierte Fabian Seiler einen Dangelmaier-Siebenmeter, musste sich allerdings dem Nachwurf geschlagen geben. Trotzdem, die Vöhringer waren nicht gewillt, die Führung her zu geben. Zuerst wurde Yannick Kast stark am Kreis frei gespielt und setzte den Ball in den Winkel. In Überzahl fand dann Arne Pick Abwehrchef Matthias Stetter ebenfalls frei am Kreis, der zum 20:17 einwarf (43. Minute). "Willi" Seiler hielt im Gegenzug einen weiteren Siebenmeter von Max Dangelmaier, enschärfte auch den Nachwurf spektakulär, und dennoch war es "WiWi", das die nächsten Minuten bestimmte. Der Sportclub scheiterte zweimal am Pfosten, Torhüter Wirtl rettete für seine Farben, Köller und Schneider zielten genau und brachten ihre Mannschaft zum 20:19 heran (46. Minute), sogar die Ausgleichschance war für die Gäste nach einem weiteren Vöhringer Ballverlust möglich. Stefan Schramm bat seine Jungs an die Seitenlinie zur Neujustierung.

Wie schon im ersten Durchgang, die Wielandstädter fingen sich auch jetzt. Die Fans legten nochmals an Phonstärke zu, und Arne Pick und André Bluhm zeigten sich als wahre Führungsspieler, übernahmen Verantwortung und waren erfolgreich - 22:19 (48. Minute). Fabian Seiler im Tor agierte zudem weiter ungemein stark, sorgte so für Selbstvertrauen bei seinen Vorderleuten, und die Achse Bluhm/Pick schlug erneut zu: 25:20 (54. Minute). Erst jetzt waren die Gäste, die sich audauernd und zäh gewehrt hatten, geschlagen. Jan Spindler gelang per Gegenstoß das 25:21, doch "Vali" Istoc und David Schuler, der den Ball von Linksaußen genau in den Winkel setzte, hatten die passende Antwort zum 27:21. Die letzten zwei Minuten wurden von den Fans schon stehend bejubelt, der SCV hatte mit diesem Heimsieg zwei weitere, eminent wichtige Zähler erkämpft.
 
SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; André Bluhm (3), Valentin Istoc (10), Johannes Stegmann, Yannick Kast (1), Christian Bucher (1), David Schuler (3/1), Lukas Koßbiehl (1), Thilo Brugger, Arne Pick (8), Matthias Stetter (1).

HSG Winzingen/Wißgoldingen:
Marius Wirtl, Marius Nagel; Michael Hommel, Andreas Pfeilmeier, Christian Schmid (1), Sven Mader, Philipp Köller (4/1), Jan Spindler (4/1), Nico Heilig (3), Florian Bühler, Fabian Schneider (4), Christian Corces (1), Max Dangelmaier (4/1), Maximilian Jentsch (2).

Siebenmeter:
SCV: 1/1
HSG: 6/3 (Mitrofan pariert gegen Spindler, Seiler pariert 2x gegen Dangelmaier)

Zeitstrafen:
SCV: 2 (Istoc, Schuler)
HSG: 4 (Heilig, Schneider, Corces, Dangelmaier)

Vorbericht

Ein weiteres Heimspiel steht für die Vöhringer Handballer in der Württembergliga an. Die Illertaler empfangen am Samstag die HSG Winzingen/Wißgoldingen (19.30 Uhr, Sportpark).

Die Gäste haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Nach einigen Spielzeiten in der Landesliga schaffte man in der Vorsaison den Sprung in die höchste Spielklasse Württembergs. Hier schlägt sich der Aufsteiger recht wacker, mit 9:15 Punkten ist die Spielgemeinschaft momentan auf Rang zwölf notiert. Auch wenn es gegen die flinken Unterensinger "Spitzmäuse" zuletzt eine Heimniederlage setzte, die HSG hat schon bewiesen, dass sie auch auswärts imstande ist, zu punkten. Bei den heimstarken Steinheimern eroberte man beide Zähler, und auch der TSV Blaustein hatte vor eigenem Publikum alle Mühe, um wenigstens ein Remis zu ergattern. Trainer Marc Neher verfügt über eine eingespielte Mannschaft, die schon recht lange so zusammen ist. Neu hinzu kamen vor der Saison Philipp Köller aus Gerhausen, sowie der erfahrene Torhüter Marius Nagel aus Lauterstein. Zu beachten ist u. a. die brandgefährliche Flügelzange um Max Dangelmaier und Maximilian Jentsch, die sich regelmäßig ausgiebig am Torreigen beteiligen.

Beim SC Vöhringen war man über den Sieg gegen den TV Steinheim erleichtert, die Mannschaft hat bewiesen, dass sie es noch "drauf hat". Dennoch ist die Situation natürlich weiterhin angespannt, am Tabellenstand hat sich nichts getan, die Wielandstädter treiben das Feld weiter vor sich her. Auch die Personalsituation ist unverändert, es fehlen weiterhin wichtige Akteure. "Gegen Steinheim hatten wir viele starke bis sehr starke Phasen. Um auch im kommenden Heimspiel erfolgreich sein zu können, müssen wir genau dort weitermachen, zudem müssen wir die gleiche Emotionalität in die Partie bringen. Und: die letzten Minuten vorige Woche haben mir nicht gefallen. Da haben wir zu deutlich den Gang herausgenommen und es dem Gegner viel zu einfach gemacht." ermahnt Trainer Stefan Schramm die Seinen, die Konzentration dauerhaft hochzuhalten. "Auch unser Publikum hat uns letzten Samstag sehr geholfen, solch lautstarke Unterstützung brauchen wir auch nun wieder!"

SC Vöhringen – TV Steinheim 31 : 26 (16 : 9)

Samstag, 05.12.2015: Spielbericht

Nicht nur an Apfel, Nuss und Mandelkern erfreuten sich die Vöhringer Württembergliga-Handballer und ihre Anhänger am Nikolaustag. Viel wichtiger waren noch die beiden so dringend benötigten und erhofften Punkte aus dem Heimspiel. Beim 31:25 (16:9) zogen die Rot-Weißen - zumindest über 50 Minuten - ihren Gästen vom TV Steinheim kräftig die Rute über.

Vor stattlicher Kulisse, auch die Albuch-Handballer wurden von einer lautstarken Fan-Kolonie begleitet, starteten die Einheimischen prima: Arne Pick schloß gleich den ersten Angriff erfolgreich ab, Linksaußen David Schuler legte aus spitzem Winkel nach: 2:0 (3. Minute). Klaus Nissle verwandelte einen Siebenmeter zum Anschlußtreffer, da aber Andrei Mitrofan von Beginn an hervorragend aufgelegt war, und die Abwehr ihn gut unterstützte, blieben weitere Gästetreffer vorerst Mangelware. Arne Pick sowie "Aushilfskreisläufer" André Bluhm - beide wieder mit starker Leistung - trafen auf der Gegenseite - nach knapp sieben Minuten führte das Schlußlicht mit 5:1. Steinheim verkürzte, aber Valentin Istoc und André Bluhm hielten den Vorsprung beim 7:4. Steinheims wurfgewaltiger Halblinker David Wittlinger war zweimal erfolgreich, da aber auch Bluhm und Istoc genau zielten, blieb das Momentum auf Seiten der Gastgeber. Sandro Jooß erhöhte mit einem platzierten Wurf ins Kreuzeck wieder auf vier Tore - 10:6 (16. Minute), was TVS-Coach Kässer zur Auszeitkarte greifen ließ. Aus dieser kamen die Grün-Weißen besser als die Vöhringer. Der eingewechselte Schneider im Gästetor brachte öfter die Hand an den Ball als sein Vorgänger Schuler, Tobias Mewitz netzte aus vollem Lauf ein, und dann vergaben die SCVler in Überzahl gleich dreimal recht leichtfertig, was Thomas Nißle zum 10:8 nutzte. Wichtig, dass Youngster Thilo Brugger die fast zehnminütige Torflaute mit seinem Treffer aus der zweiten Welle beendete. Die folgende Überzahl spielten die Wielandstädter dann besser aus: Christian Bucher wurde frei am Kreis gefunden, und nach toller Balleroberung in der Abwehr war es wieder der schnelle Rechtsaußen, der den Gegenstoß zum 13:8 unterbrachte. Thilo Brugger tat es ihm nur wenig später gleich, der SCV führte 14:8 - das Publikum war entzückt. Mewitz verkürzte, und dann war es erneut der junge Brugger, der den Gästekeeper aus dem Rückraum tunnelte. Im Gegenzug fischte Andrei Mitrofan ein Wittlinger-Geschoß aus dem kurzen Eck, bediente André Bluhm, der mit Urgewalt in der Schlußsekunde zum 16:9 einwarf und Mitspieler sowie Fans euphorisch in die Halbzeit schickte.

Trotz allem, manch einer wollte dem Braten noch nicht so recht trauen, und zwei schnelle Steinheimer Treffer schienen den Zweiflern Recht zu geben. Aber die Schramm-Schützlinge hatten die passende Antwort zur Hand, Pick und Istoc zeigten ihre Klasse und ließen den Steinheimer Keeper chancenlos das Spielgerät aus dem Netz klauben. Trotz Unterzahl tankte sich André Bluhm zum 19:11 durch, und dann landeten die "David's" eine Trefferserie: zweimal der treffsichere Schuler auf Vöhringer, sowie Wittlinger auf Steinheimer Seite - 21:13 (38. Minute). Nennenswert heran sollte der Aufsteiger vorerst nicht kommen, da Andrei Mitrofan weiterhin auf hohem Niveau abwehrte, und die Illertaler im Angriff stets Lösungsmöglichkeiten fanden und die Qualität im Torabschluß hoch hielten. Istoc, Schuler, Bluhm, und Yannick Kast - am Kreis toll bedient von Christian Bucher, stellten auf 25:17, und auch die folgenden Minuten gehörten den nun wie von Zentnerlasten befreit aufspielenden Vöhringern - Arne Pick warf unter dem Jubel der begeistert mitgehenden Zuschauer zum 30:18 ein (52. Minute). David Schuler, der sein variantenreiches Wurfrepertoire unter Beweise stellte, sorgte für das 31:20, ehe man dann im Gefühl des sicheren Sieges in den letzten sieben Minuten etwas nachließ, Torumrandung und Keeper auf ihre Haltbarkeit prüfte, und hin der Abwehr, auch bedingt durch Unterzahlspiel, nicht mehr mit letzter Konsequenz agierte. Unter dem Strich stand dennoch ein hoch verdienter Sieg, nach einer über weite Strecken der Begegnung tollen, engagierten und willensstarken Mannschaftsleistung.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; André Bluhm (7), Valentin Istoc (5), Johannes Stegmann, Yannick Kast (1), Christian Bucher (2), David Schuler (6/1), Lukas Koßbiehl, Arne Pick (6), Sandro Jooß (1), Thilo Brugger (3), Matthias Stetter.
 
TV Steinheim:
Timo Schneider, Michael Schuler; David Wittliner (7/2), Daniel Mack (3), Philipp Gaschler, Tobias Mewitz (3), Dennis Kaumann, Klaus Nissle (7/4), Thomas Nissle (2), Maximilian Rau (2), Andreas Kieser (1), Lukas Konkel (2).
 
Siebenmeter:
SCV: 1/1
TVS: 7/6 (Mitrofan pariert gegen Wittlinger)
 
Zeistrafen:
SCV: 5 (Istoc 2x, Kast, Pick, Stetter)
TVS: 5 (Wittlinger, Mewitz, K. Nissle 2x, Kieser)

Vorbericht

Mit einem starken Aufsteiger bekommt es der SC Vöhringen in der Württembergliga zu tun. Am Samstag empfangen die Illertaler in der Württembergliga den TV Steinheim (19.30 Uhr, Sportpark).

Die Gäste, lange Jahre etablierter Württembergligist, verbrachte zuletzt einige Spielzeiten in der Landesliga. In der Vorsaison klappte dann der Wiederaufstieg via Relegationsspiele. Auch eine Klasse höher läuft es für das Team vom Albuch bislang sehr ordentlich. Mit 11:11 Punkten steht man auf einem guten siebten Platz. Leistungsträger im Team sind die beiden Nißle-Brüder Thomas und Klaus, die eine starke Flügelzange bilden. Auch Rückraumshooter David Wittlinger gelang der Sprung von der Landes- in die Württembergliga problemlos. Spielmacher Dennis Kaumann verfügt über Klasse und Erfahrung, ebenso die Torhüter Schuler, Maier und Schneider. Eigengewächse wie Marius Ortlieb, Philipp Gaschler oder Daniel Rau sowie Tobias Mewitz, der vor der Saison neu aus Hofen dazukam, tragen dazu bei, dass der TVS ein starkes Kollektiv bildet und sicher als eine der Überraschungen der laufenden Runde genannt werden darf. Da fiel auch der Verlust von Startransfer Dragos Oprea, der nach nur einer - recht durchwachsen absolvierten - Partie vom THW Kiel verpflichtet wurde, kaum ins Gewicht.

Beim SCV wiederholen sich die Vorsätze von Woche zu Woche: Fehler minimieren, vorne wie hinten konstanter werden, die guten Phasen - von denen es auch in Unterensingen wieder einige gab - deutlich überwiegen lassen. Denn - so langsam dürfte es außer Komplimenten wie "lange gut mitgehalten" auch mal Punkte geben. Wie die Mannschaft aussehen wird, die dies am Samstag angehen soll, steht noch nicht fest. Fakt ist, dass sich der Verdacht auf Muskelfaserriss bei George Stanciu bestätigt hat, bei manch anderem dürfte der Einsatz fraglich sein. Erwischt hat es auch Trainer Stefan Schramm, der nach seinem "Spieler"-Einsatz in der Vorwoche an Knieproblemen leidet und zumindest auf der "Platte" wohl nicht zur Verfügung stehen wird. Umso wichtiger wird der Rückhalt und die positive Unterstützung der SCV-Fanschar am Samstag werden!

Vorbericht aus der SWP/Heidenheim

Steinheim trifft auf das Schlusslicht – und Sandro Jooß

Nach guten Auftritten in den letzten Spielen stehen die Steinheimer Handballer in der Württembergliga vor einer vermeintlich leichten Aufgabe. Am Samstag (19.30 Uhr) treten sie beim Schlusslicht SC Vöhringen an. Doch die Hürde ist höher als es auf den ersten Blick erscheint.

Beim jüngsten Unentschieden der Steinheimer Handballer bot Michael Schuler eine starke Leistung – auch morgen ist der TV-Keeper gefragt, denn die Aufgabe bei Schlusslicht Vöhringen ist schwerer als es auf den ersten Blick aussieht.

Beim jüngsten Unentschieden der Steinheimer Handballer bot Michael Schuler eine starke Leistung – auch morgen ist der TV-Keeper gefragt, denn die Aufgabe bei Schlusslicht Vöhringen ist schwerer als es auf den ersten Blick aussieht.

Denn für die Vöhringer spielt immer noch Sandro Jooß, der Trainer der SG Herbrechtingen/Bolheim, der als Coach in der Landesliga erst am Sonntag gefordert ist (siehe "SHB geht mit klarem Ziel in den Endspurt". Die ungewöhnliche Doppelbelastung wollte sich Jooß nicht unbedingt noch einmal antun, doch angesichts der großen Personalprobleme beim SC gibt der 31-Jährige im Abstiegskampf noch einmal alles.

Nach dem Abgang einiger Leistungsträger musste die Vöhringer Mannschaft neu formiert werden, zudem zieht sich das Verletzungspech wie ein roter Faden durch die Saison, zuletzt erwischte es bei der 26:35-Niederlage in Unterensingen George Stanciu mit einem Muskelfaserriss. „Das war unser letzter Kreisläufer“, sagt Jooß, der fürs Spiel gegen Steinheim nur mit acht, neun einsatzfähigen Feldspielern rechnet.

Erst einen Sieg holten die Vöhringer in ihren bisher elf Spielen, der Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits sieben Punkte. Trotzdem sind die Illertäler weit davon entfernt, sich aufzugeben. Vor allem im heimischen Sportpark gelangen dem Team von Trainer Stefan Schramm, der Vasile Stanciu ablöste, schon einige beachtliche Ergebnisse. Reichenbach wurde 33:29 besiegt, vergangenes Wochenende hielt Vöhringen beim 25:29 gegen Spitzenreiter Blaustein das Spiel bis fünf Minuten vor Schluss offen.
So ist der Glaube an den Klassenerhalt ungebrochen. „Der Zusammenhalt ist gut, das macht Hoffnung“, betont Jooß, der gegen Steinheim mit einem engen Spiel rechnet. Zu Hause machen die Vöhringer Zuschauer – unter anderem durch den Fanclub LOCOS – mächtig Stimmung. Und die Hoffnungen der SCler haben neuen Auftrieb erhalten, denn mit André Möller bekommt das Team eine vielversprechende Verstärkung für den Abstiegskampf. Der 29-Jährige war vergangene Runde ein wichtiger Spieler beim TSV Blaustein, betreute zuletzt als Spieltrainer die zweite Mannschaft des TSV. Die gute Nachricht für Steinheim: Möller wird erst Mitte Januar spielberechtigt sein.

Dennoch warnt Trainer Dietmar Kässer: „Das wird kein leichter Gang, Vöhringen hat einen starken Rückraum und mit Andrei Mitrofan einen ausgezeichneten Torhüter.“ Dazu kommt, dass Jooß den TV – für den er übrigens auch schon spielte – in vielen Duellen beobachten konnte und er damit die Möglichkeit hat, seine Kollegen bestens einzustellen.

„Das Hauptaugenmerk haben wir im Training auf die Abwehrarbeit gelegt“, berichtet Kässer, der auf eine ähnlich stabile Defensive wie zuletzt im Heimspiel gegen Albstadt hofft. Beim 25:25 brachten sich die Grün-Weißen durch einige leichte Fehler zwar um den Sieg, Kässer führt dies aber auch auf die wenigen Wechselmöglichkeiten zurück und ist letztlich mit dem einen Punkt zufrieden. Auch in Vöhringen wird der TV-Coach wohl weiter auf Klaus Nißle und Dennis Kaumann verzichten müssen, auch wenn beide am Donnerstag erstmals wieder das Training besuchen konnten. Dafür ist der dritte Torhüter Steffen Maier wieder fit, auch der Rest des Kaders kann die Fahrt ins Illertal antreten.

Die ursprünglich anvisierten zehn Zähler bis zur Weihnachtspause haben die Steinheimer zwar schon übertroffen, wollen nun aber weiter Vollgas geben und in Vöhringen gewinnen, um dann einigermaßen beruhigt in die Rückrunde gehen zu können.

SKV Unterensingen – SC Vöhringen 35 : 26 (18 : 12)

Sonntag, 29.11.2015: Spielbericht

Trotz kämpferischem Auftritt setzte es am Ende eine deutliche Niederlage - beim 26:35 (12:18) in Unterensingen mussten Handballer des SC Vöhringen ihrem schmalen Kader Tribüt zollen und den Gastgebern am Ende verdient beide Punkte überlassen.

Ohne André Bluhm – der studienbedingt fehlte – verlief der Beginn aus rot-weißer Sicht recht brauchbar, Valentin Istoc – mit zehn Toren bester Werfer – und Arne Pick waren für ihre Farben erfolgreich, gut eingesetzt vom erst 17-jährigen Thilo Brugger, der wieder von Beginn an das Vertrauen erhielt. So stand es nach zehn gespielten Minuten 5:3 für die Gastgeber. Da war George Stanciu bereits nicht mehr dabei - schon nach wenigen Minuten musste der Kreisläufer mit Verdacht auf Muskelfaserriss passen - das Verletzungspech, ständiger Vöhringer Begleiter in dieser Spielzeit, hatte erneut zugeschlagen. Die folgenden Minuten wollte den Illertalern - trotz eines toll haltenden Andrei Mitrofan im Tor - nur wenig gelingen, oft scheiterte man am ebenfalls starken Edis Camovic im SKV-Gehäuse, oder ein technischer Fehler beendete den Angriff. Die schnellen "Spitzmäuse" zeigten sich äußerst effektiv, waren von allen Positionen gefährlich und erhöhten über 8:3 auf 10:4 (15. Minute). Arne Pick, David Schuler sowie zwei Mal Johannes Stegmann trafen zum 13:8, und dann war auch für Letztgenannten der "Arbeitstag" beendet. Die noch nicht ganz auskurierte Blessur (ebenfalls Muskelfaserriss) machte ein weiteres Mitwirken des Rechtsaußen unmöglich, so dass nun auch Trainer Stefan Schramm ins Geschehen eingriff und vor allem in der Abwehr zeigte, dass er noch nichts verlernt hat. Pick und Istoc erzielten das 15:10, dennoch nahmen die Gastgeber eine sichere 18:12-Führung mit in die Kabinen.

Ans vorzeitige Aufstecken dachte im Vöhringer Lager niemand, und so kamen die Wielandstäder auch aus den Kabinen. Gestützt auf einen famosen "Willi" Seiler, der etliche gute SKV-Chancen wertlos verpuffen lies, kämpfte man sich heran. Sandro Jooß und Istoc holten das 20:16, Christian Bucher und erneut "Vali" mit einem Geschoß aus dem Rückraum brachten den SCV beim 20:18 in Schlagdistanz (40. Minute). Unterensingen wackelte nun etwas, fiel aber nicht. Zwei Tore des starken Linkshänders Tobias Klenner brachten die Gastgeber wieder mit vier Toren in Front, und obwohl David Schuler aus schwierigem Winkel das 22:19 glückte, mehr sollte nicht drin sein. Die Mannen von Steffen Rost schlossen nun wieder konzentrierter ab, und auf Vöhringer Seite machten sich der Kräfteverschleiß und die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar. So konnten die Einheimischen über 25:20 und 30:22 davon ziehen, und auch wenn Istoc, Bucher und Thilo Brugger noch für die Illertaler erfolgreich waren, am verdienten Erfolg Unterensingens vermochten auch sie nichts mehr zu ändern. Eine gute Vorstellung zeigte das Schiedsrichtergespann, ebenso wie die Vöhringer LOCOS, die zusammen mit der Unterensinger "Blauen Wand" für fabelhafte Stimmung gesorgt hatten und ihrem Team in jeder Phase Rückhalt und Unterstützung waren.
 
SKV Unterensingen:
Marc Vogel, Edis Camovic; Matthias Briem (4), Jannik Buck (1), Luis Stäbler (2), Benedikt Rapp, Konstantin Glöckler (4), Simon Hablizel (1/1), Maximiliian Schlau (6), Tobias Klenner (7), Oliver Hihn (3), Moritz Bürker (3), Florian Brändle (4).

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Stefan Schramm, Valentin Istoc (10), Johannes Stegmann (2), George Stanciu, Arne Pick (5), Christian Bucher (3), David Schuler (4/1), Sandro Jooß (1), Thilo Brugger (1), Matthias Stetter.

Siebenmeter:
SKV: 3/1 (Seiler pariert gegen Hablizel und Klenner)
SCV: 1/1

Zeitstrafen:
SKV: 4 (Briem, Rapp, Glöckler, Brändle)
SCV: 4 (Schramm, Bucher, Jooß, Stetter)

Vorbericht

Die Handballer des SC Vöhringen treten am Wochenende auswärts an. Die Württemberliga-Partie beim SKV Unterensingen wird am Sonntag um 17.00 Uhr angepfiffen.

Die Gastgeber spielten im vergangenen Jahr lange um den Aufstieg mit. Trotz eines Sieges beim SCV am letzten Spieltag mussten sie dann doch dem TV Plochingen den Vortritt lassen, der sich dann in den Relegationsspielen durchsetzte. Trainer Benjamin Brack nahm dann nach Saisonende nach einigen äußerst erfolgreichen Jahren seinen Hut und übergab das Zepter an Steffen Rost, der im großen und ganzen auf den eingespielten, bewährten Kader der Vergangenheit zurück greifen kann. Dies bedeutet im Detail: eine Mannschaft, in der nicht wirklich ein Schwachpunkt auszumachen ist. Torhüter, Außenpositionen, Rückraum, Kreisläufer - überall weisen die "Spitzmäuse" gute bis überdurchschnittliche Württembergliga-Akteure auf.

So richtig den Elan der letzten Runde haben die SKVler allerdings noch nicht gefunden, zudem taten Verletztungen das ihrige hinzu. Momentan rangiert man auf Rang sechs, mit 11:11 Punkten weist man doch schon etwas Rückstand auf das Spitzenquartett auf. Vor allem die beiden jüngsten Niederlagen zu Hause gegen Laupheim und in Albstadt überraschten doch etwas.

Im Vöhringer Lager misst man der vermeintlichen Schwächephase Unterensingens wenig Bedeutung zu. "Dies ist eine hevorragend besetzte, spielstarke und begeisterungsfähige Mannschaft. Wenn man sie ins Rollen kommen lässt, wird es für jeden Gegner sehr schwer", weiß SCV-Linksaußen David Schuler. Die Illertaler möchten an die Leistung gegen Blaustein anknüpfen, zumindest an die 40 sehr guten Minuten, in denen man dem Tabellenführer ein ebenbürtiger Gegner war. Schafft man dies, und gelingt es, die Fehler weiter zu minimieren, wird man auch in Unterensingen "gut ausschauen" können.

Auch wenn für die Fans sicherlich die Derbys das "Salz in der Ligasuppe" sind, die sonntägliche Auswärtspartie haben sich die Vöhringer LOCOS schon lange dick im Kalender angestrichen. Schließlich treffen die rot-weißen "Immer-und-überall-Supporter" auf ihre Unterensinger Pendants. Mit der dortigen "Blauen Wand" sind die Vöhringer seit den Aufeinandertreffen der Vorsaison freundschaftlich verbunden, gute Stimmung in der Bettwiesenhalle dürfte also garantiert sein. Die Mannschaft freut sich über jeden mitreisenden Anhänger, wie immer besteht dazu kostenlos Gelegenheit im Mannschaftsbus. Abfahrt: Vöhringen Wielandparkplatz 14.00 Uhr, Zustiegsmöglichkeit in Ulm (Tankstelle Fa. gegenüber Fa. Schwenk) 14.20 Uhr.

Vorbericht des SKV Unterensingen

In welche Richtung geht jetzt die Fahrt des SKV Unterensingen? Nach dem starken Auftritt der „Spitzmäuse“ beim Auswärtssieg in Heiningen haben viele gedacht, es geht nach oben. Aber es folgten die zwei Niederlagen gegen RW Laupheim und die HSG Albstadt, „zwei Gegner, die gefühlsmäßig hinter uns liegen“, formuliert es Trainer Steffen Rost. Im Gegensatz zum Heimspiel gegen Laupheim war der Coach mit dem Spiel seiner Schützlinge in Albstadt über weite Strecken nicht unzufrieden. „Im Spiel sechs gegen sechs haben wir ganz gut ausgesehen, aber die häufige Unterzahl konnten wir nicht kompensieren“, analysiert er, möchte jedoch gleichzeitig nichts schönreden. „Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir den Anfang der zweiten Halbzeit verpennt haben“, ergänzt Rost deshalb auch. Am Sonntag gegen den Tabellenletzten SC Vöhringen gibt es aber keine Ausreden. „Jetzt müssen wir punkten und den Abwärtstrend stoppen“ fordert der Trainer in aller Deutlichkeit. Und er fragt sich, ob sein Team in die letzten beiden Begegnungen mit der letzten Konsequenz reingegangen ist. Und so warnt er auch vor dem Schlusslicht, das zu Saisonbeginn unter Verletzungspech litt, und bei dem er einen Aufwärtstrend erkennt. Am letzten Spieltag unterlag der SCV nur mit 25:29 gegen Ligaprimus TSV Blaustein. „Vöhringen hat mit Arne Pick und André Bluhm, die in den ersten Spielen fehlten, sowie Valentin Istoc wurfstarke Spieler“, ermahnt Rost seine Truppe, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen.  Und er erinnert, dass auch Laupheim seine ersten Auswärtspunkte in Unterensingen geholt hat – und das soll sich nicht wiederholen!

SC Vöhringen – TSV Blaustein 25 : 29 (12 : 13)

Samstag, 21.11.2015: Spielbericht

Auch wenn es keine Punkte gab: die Handballer des SC Vöhringen zeigten, dass sie noch leben. Beim 25:29 (12:13) gegen den TSV Blaustein boten die Illertaler über weite Strecken eine starke Vorstellung und waren lange gleichwertig. Am Ende gewann dann der Ligaprimus verdient, aber vielleicht um zwei Tore zu hoch.

Vor guter Kulisse fand der SCV gut in die Partie. Valentin Istoc knallte den Ball zur Führung ins Netz, Patrick Rapp, mit zwölf Toren bester Werfer der Begegnung, legte für Blaustein vor. Arne Pick - wie Istoc mit starkem Auftritt - sorgte mit zwei Treffern für das 3:3 (6. Minute), und der sehr gute George Stanciu überwand Adi Konkel zum 4:3. Die Handschrift von Stefan Schramm war bereits in der Anfangsphase zu erkennen, die Angriffe wurden strukturiert vorgetragen, auf der Spielmacherposition schenkte der neue Coach dem erst 17jährigen Thilo Brugger das Vertrauen, der – obwohl zuvor bereits in der A-Jugend im Einsatz – eine couragierte und ansprechende Leistung ablieferte.

Auch in der Abwehr stand man viel besser als zuletzt, was auch den Torhütern half, die ebenfalls ansteigende Form zeigten. André Bluhm und Arne Pick hielten die Führung beim 7:6, Tobias Meiners glich nach schönem Anspiel aus (16. Minute). Zuvor hatten die SCVler mehrmals die Gelegenheit auf eine Zweitore-Führung, aber entweder standen die Torumrandung oder der stärker werdene Adi Konkel im Weg. Die Gäste - routiniert und schnörkellos - waren es nun, die vorlegten, beim 10:12 durch den treffsicheren Rapp sogar erstmalig mit zwei Treffern. Pick und Istoc egalisierten, clever erzielte der Tabellenführer Sekunden vor dem Seitenwechsel noch den Führungstreffer – natürlich erneut durch Rapp.

Der Einstieg in den zweiten Durchgang gelang den Einheimischen dann nicht so gut, Konkel im Gästetor parierte mehrmals großartig. Jakob Werner und Jannik Staiger nutzen dies, um das 12:15 heraus zu werfen. George Stanciu hielt mit zwei überlegten Abschlüssen vom Kreis beim 14:16 den Anschluß, aber Christoph Spiß und Niklas Kiechle schienen Blaustein beim 14:18 aus SCV-Sicht schon auf die Siegerstraße zu führen. Doch die Wielandstädter kämpften, angetrieben durch ihre Fans.

Zwar konnte man eine Zeitstrafe gegen Jan Behr – der Ex-Bundesligaspieler fiel vor allem durch überharte Abwehraktionen auf – nur bedingt nutzen, so dass der Rückstand von vier Toren beim 16:20 (Kiechle, Werner) noch Bestand hatte, aber Stanciu, Sandro Jooß und Bluhm ließen Mitspieler und Anhänger beim 19:20 hoffen (44. Minute).  "Vali" Istoc hämmerte die Harzkugel zum 20:21 unter die Latte, und nach dem 20:22 vergab man leider eine Siebenmeterchance. Blaustein machte es besser, Steffen Spiß netzte aus dem Rückraum ein und Patrick Rapp erwischte nach pariertem Strafwurf von Andrei Mitrofan den Abpraller - gleiches war ihm im ersten Durchgang schon gelungen, wie überhaupt die Rot-Weißen bei den "zweiten Bällen" oft das Nachsehen hatten. Beim 20:25 - Patrick Rapp - etwas glücklich per Siebenmeter, Mitrofan hatte den Ball - aber eben nur fast - ließ den Rückstand gut sieben Minuten vor dem Ende aussichtslos erscheinen. Nochmals bat Stefan Schramm seine Jungs zur Auszeit. David Schuler und Valentin Istoc hielten den Hoffnungsfunken am Glimmen - 22:25 (55. Minute). Schade, dass sich in den letzten Minuten auch die beiden Unparteiischen - zuvor immerhin einigermaßen solide - verstärkt in den Vordergrund spielten und die Einheimischen mit teilweise hanebüchenen Entscheidungen erzürnten - sogar der ein oder andere Blausteiner Spieler wunderte sich über manchen Pfiff. Niklas Kiechle - zuvor von Thilo Brugger per Manndeckung relativ neutralisiert - gelang das 22:26, und obwohl Istoc und Schuler noch das 24:27 erzielten (58. Minute), sollte es nicht reichen. Meiners und Staiger tüteten den Sieg für den Spitzenreiter ein, Christian Bucher erzielte das letzte Tor für den SCV, der nicht enttäuschte und zurecht von seinen Fans gefeiert wurde.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Manuel Sailer, André Bluhm (2), Valentin Istoc (5), Johannes Stegmann, George Stanciu (5), Arne Pick (6), Christian Bucher (1), David Schuler (2/1), Sandro Jooß (4/3), Thilo Brugger, Matthias Stetter.

TSV Blaustein:
Adalbert Konkel, Yannick Ruhland; Jan-Marco Behr (1), Markus Hellmann, Simon Pointinger, Niklas Kiechle (3), Christoph Spiß (2), Steffen Spiß (2), Tobias Meiners (4), Kay Rosenkranz, Jakob Werner (2), Jannik Staiger (3), Patrick Rapp (12/6).

Siebenmeter:
SCV: 5/4 (Jooß scheitert an Ruhland)
TSV: 8/6 (Mitrofan pariert 2x gegen Rapp)

Zeitstrafen:
SCV: 4 (Istoc, Pick, Schuler, Brugger)
TSV: 5 (2x Behr, Rosenkranz, Staiger, Rapp)

Vorbericht

Nach einer freien Woche greifen die Vöhringer Württembergliga-Handballer wieder ins Spielgeschehen ein: am Samstag treffen die Wielandstädter im Derby vor heimischem Publikum auf den Tabellenführer TSV Blaustein (19.30 Uhr, Sportpark).

Die Blausteiner, von vielen als der Top-Favorit der Liga gesehen, werden den Vorschußlorbeeren bisher absolut gerecht: mit 17:3 Punkten steht man an der Tabellenspitze, nur im Lokalkampf mit den cleveren Langenauern zog man bisher den Kürzeren.

Zudem wurde noch ein Punkt bei den ebenfalls hoch einzuschätzenden "Schnaken" vom TSV Zizishausen gelassen, alle anderen Partien wurden - teilweise sehr deutlich - gewonnen. Dies verwundert keineswegs. Der schon in der Vorsaison exzellent besetzte Kader um Adi Konkel, Niklas Kiechle, Tobias Meiners, Steffen und Christoph Spiß & Co. blieb zusammen und wurde sogar noch verstärkt. Mit Spielertrainer Jan Behr - vor langer Zeit auch schon in Vöhringer Diensten - sowie Patrick Rapp kam Klasse und Erfahrung aus den Ligen eins bis drei ins Team. Auch der junge Jannick Staiger, der in der starken Jugend des VfL Günzburg reifte, kehrte zurück und zeigte bereits, dass er die Württembergliga "locker im Kreuz hat".

"Neue Besen kehren gut", eine oft verwendete Phrase nach einem Trainerwechsel. Sicherlich wäre es vermessen, dies nach dem Wechsel von Vasile Stanciu auf Stefan Schramm bei den Rot-Weißen so einzufordern. Sicher, der neue Coach hatte durch die spielfreie Woche etwas mehr Zeit, der Mannschaft seine Vorstellungen näher zu bringen, ob dies allerdings gleich wie gewünscht umgesetzt werden kann, wird sich zeigen. Daher ist es weniger "Understatement" denn Realismus, wenn man den Gästen in diesem Derby klar die Favoritenrolle zuschreibt - alles andere als ein Blausteiner Sieg wäre sicherlich eine Überraschung. Trotz allem, die Rot-Weißen wollen und werden um ihre Chance kämpfen - den eigenen lautstarken Anhang im Rücken wissend, der sicher zahlreich im Sportpark vertreten sein wird.

Vorbericht des TSV Blaustein

Es ist wieder Derby-Time! Am Samstag den 21.11.2015 trifft der TSV Blaustein auf den SC Vöhringen. Anpfiff ist um 19.30 Uhr im Vöhringer Sportpark.

Eigentlich lässt die Tabelle keine anderen Schlüsse als eine klar verteilte Favoritenrolle und ein wenig spannendes Spiel vermuten. Zu Beginn der Saison musste der SCV dank einer beispiellosen Verletzungsmisere auf einen Großteil seiner Stammspieler verzichten, was dann in zum Teil deutlichen Niederlagen endete. Doch auch die Rückkehr einiger Leistungsträger brachte nicht die erhofften Punkte und so trat Trainer Vasile Stanciu nach der deutlichen Niederlage in Wangen zurück. Jedoch konnte mit Stefan Schramm relativ schnell für Ersatz gesorgt werden. Für den TSV kommt das Spiel also zu einem relativ schwierigen Zeitpunkt. Zum einen hatte der SCV unter ihrem neuen Trainer, bedingt durch ein spielfreies Wochenende, zwei Wochen Zeit sich auf das Derby gegen den TSV vorzubereiten, zum anderen ist es mehr als schwer sich auf eine Mannschaft unter neuem Trainer vorzubereiten. Zwar weiß man um die Klasse der Vöhringer Rückraumschützen und kennt auch sonst die Spieler sehr genau, doch Stefan Schramm wird als neuer Trainer auch versuchen der Mannschaft seine eigene Handschrift zu geben. So kann zwar in der Abwehr von den bisher gespielten defensiven 6:0 und offensiven 5:1-Formationen ausgehen, doch im Angriff könnte der SCV mit so manchen Überraschungen aufwarten. Auch wird die Motivation jedes einzelnen Spielers nach oben keine Grenzen haben, da man dem heimischen Publikum und dem neuen Trainer, nach den bisherigen Negativerlebnissen, ein anderes Gesicht präsentieren will. Auch das Derby mit allerhand Hintergrundgeschichten und ehemaligen Spielern auf der Gegenseite werden ihren Teil zur Spannung des Spiels beitragen. Auf Blausteiner Seite kann Tim Graf auf den vollen Kader zurückgreifen, nur Michael Kling wird wohl weiterhin gesperrt fehlen.

WIR hoffen auf lautstarke Unterstützung in Vöhringen! Frühzeitiges Erscheinen wird empfohlen ;)

MTG Wangen – SC Vöhringen 39 : 26 (23 : 11)

Samstag, 07.11.2015: Spielbericht

Ohne jede Chance waren die Handballer des SC Vöhringen bei der MTG Wangen. Beim 26:39 (11:23) waren die Fronten nach zehn Minuten geklärt und die Illertaler kassierten eine weitere derbe Auswärtsklatsche.

Schon der Einstieg in die Partie geriet denkbar schlecht. Nach gut zwei Zeigerumdrehungen hatte man nach drei Ballverlusten ebensoviele Gegenstöße kassiert, und Vasile Stanciu nahm beim 0:3 schon seine Auszeit. Besser wurde leider nichts, Wangen agierte schnell, schörkellos und zielstrebig, angeführt vom toll aufspielenden Aaron Mayer. Sicher, die Vöhringer mühten sich, rackerten, aber es gelang kaum etwas, da es an Tempo, Zusammenspiel und Präzision mangelte. So kassierte man schnell weitere Treffer, schon beim 8:2 für Wangen (11. Minute) war das Spiel entschieden - sechs Tore Rückstand, für die SCVler in der derzeitigen Verfassung nicht aufzuholen. Den bedauernswerten Torhütern Andrei Mitrofan und Fabian Seiler, die durch einige Paraden noch Schlimmeres verhinderten, flogen die Bälle nur so um die Ohren, 12:4, 14:6, 18:8 hießen die weiteren Spielstände. Mit drei Toren in Serie, unterbrochen durch einen Treffer von Matthias Stetter, stellte Aaron Mayer den aus Vöhringer Sicht deprimierenden Halbzeitstand her.

Leider änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Wangen gab den Takt vor, der SCV agierte vorne wie hinten viel zu fehlerbehaftet. Immerhin, es gelang die ein oder andere gute Aktion über den Kreis, die dann von George Stanciu erfolgreich abgeschlossen wurde. Auch konnte der 17jährige Thilo Brugger mit zwei schönen Aktionen seine ersten beiden Tore in der Württembergliga erzielen. An der klaren Dominanz der Gastgeber änderte dies freilich nichts, über 26:15 war beim 32:20 (48. Minute) der Halbzeitabstand wieder erreicht. Arne Pick und zweimal George Stanciu stellten auf 34:24, zumindest das 40. Tor war den Einheimischen nicht vergönnt, David Schuler stellte mit seinem Treffer den Endstand unter eine einseitige Partie her. Vorbildlich war wieder einmal die Unterstützung der mitgereisten Anhänger, die ihre Mannschaft bedingungslos unterstützten und für gute Stimmung sorgten.

MTG Wangen:
Sebastian Nerger, Lukas Hermann; Michael Fischer, Sebastian Staudaucher (3), Robin Straub (8), Julian Wengenmayr (4), Jens Bader, Aaron Mayer (11/4), Lorenz Waizenegger (2), Martin Schnitzer (3), Elia Mayer (8/1).

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Valentin Istoc (9), George Stanciu (5), Arne Pick (5/2), Christian Bucher (1), David Schuler (3/1), Lukas Koßbiehl, Anselm Walker, Sandro Jooß, Thilo Brugger (2), Matthias Stetter (1).

Siebenmeter:
MTG: 7/5 (Mitfoan und Seiler parieren gegen A. Mayer)
SCV: 4/3 (Schuler verwirft gegen Hermann)

Zeitstrafen:
MTG: 2 (Fischer, Waizenegger)
SCV: 7 (Istoc, Pick, Bucher, Schuler, Jooß, Brugger, Stetter)

Vorbericht

Ins Allgäu reisen die Handballer des SC Vöhringen am Samstag - die Illertaler gastieren bei der MTG Wangen (20.00 Uhr, Argenhalle). Die Gastgeber, zuletzt einige Zeit viertklassig vertreten, mussten im Vorjahr etwas unglücklich aus der BWOL absteigen und sind nun wieder in Württembergs höchster Spielklasse beheimatet.

Mit 6:8 Punkten dürfte man in Wangen mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht ganz zufrieden sein. Dennoch, in Ungeduld verfällt man im Lager der MTG nicht. Schließlich ist die Mannschaft sehr jung und gewiß noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Trainer Timo Feistle ist es eindrucksvoll gelungen, nach den Topspielern Wachter, Rosenwirth, Köhler und seiner selbst die "nächste Generation" zu integrieren. Talentierte, junge Akteure aus "dem eigenen" Stall haben es geschafft, das Niveau zu halten, Spieler wie Michael Fischer, Robin Straub, Elia Mayer oder Lukas Herrmann. Herausragend im Kader Wangens ist sicherlich der erst 18jährige Regisseur Aaron Mayer, ein Ausnahmekönner, der neben geschickter Spielführung oft mit zweistelliger Trefferzahl zu glänzen weiß. Die "Rasselbande" erhält durch die erfahrenen Sebastian Staudacher, Jens Bader oder Adam Kucera Unterstützung.

Nach der unglücklichen und absolut unnötigen Niederlage gegen Gerhausen ziert der SCV weiterhin das Tabellenende und reist natürlich als Außenseiter ins Allgäu, zumal man in dieser Partie neben den Verletzten auch ohne André Bluhm und Roland Czari auskommen muss. Der Rückraumbomber ist studienbedingt unabkömmlich. Vom rumänischen Kreisläufer Czari indes hat sich der Verein zu Beginn der Woche in beiderseitigem Einvernehmen getrennt, wobei die Initiative hierzu vom Spieler selbst ausging.
"Wir freuen uns auf die Partie in der stimmungsvollen Argenhalle", so Spielführer Christian Bucher. "Dort herrscht immer eine tolle Atmosphäre, und wir wollen versuchen, auch einen ernstzunehmenden Gegner abzugeben. Natürlich hoffen wir auch, dass unsere treuen Fans uns auch dort wie bisher überall lautstark unterstützen." Gelegenheit, den Kapitän beim Wort zu nehmen, haben die Vöhringer Anhänger: wie üblich besteht kostenlose Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus, Abfahrt ist um 17.30 Uhr am Wielandparkplatz (Zustieg in Ulm entfällt).

Vorbericht aus der Schwäbischen Zeitung

MTG Wangen erwartet Schlusslicht

MTG Wangen hat in der Handball-Württembergliga Heimrecht gegen Vöhringen. Die MTG Wangen trifft am Samstag, 7. November, auf den SC Vöhringen. Die Partie gegen den Tabellenletzten der Handball-Württembergliga Süd beginnt um 20Uhr in der Argenhalle.

„Das wird auf keinen Fall ein Selbstläufer“, warnt MTG-Kapitän Sebastian Staudacher davor, den Gegner auf Grund seines Tabellenplatzes auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Vöhringer, die vor der Saison in ganz anderen Tabellenregionen erwartet worden sind, „werden sicherlich alles reinwerfen, um die Punkte mitzunehmen“, glaubt Staudacher.

Daher gilt für die Wangener, dasselbe zu tun. „Es wird ein enges Spiel werden“, so Staudacher weiter, „und wir müssen daher viel machen und viel richtig machen.“

Einen Grund, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen, gibt es für die Wangener schon aus personellen Gründen nicht. Auch wenn sich die Lage durch die Rückkehr von Julian Wengenmayr ein kleines bisschen entspannt, ist sie nach wie vor kritisch. Doch weil das in dieser Saison schon (trauriger) Alltag ist, verlieren Trainer Timo Feistle und sein Teamkapitän schon gar nicht mehr viele Worte darüber.

Wichtig ist alleine das bevorstehende Spiel. Und das glaubt Staudacher, bei allem Respekt vor dem Gegner, gewinnen zu können. „Wir haben es drauf, die Vöhringer zu knacken. Unser Team ist gefestigt genug, um zu wissen, was es kann. Es muss uns nur gelingen, das auch aufs Parkett zu bekommen.“

Der SC Vöhringen hat bislang sieben Niederlagen erlitten. Nur eines seiner acht Saisonspiele hat er gewonnen – gegen den TV Reichenbach. Die 200 Tore, die die Schwaben bislang erzielt haben, sind dabei ein guter Ligawert. Zum Vergleich: Die MTG hat bislang 202 Mal getroffen. Die Probleme des SCV liegen eher in der Defensive. 246 Gegentore – so viel hat bislang kein anderes Team der Württembergliga Süd auch nur annähernd kassiert.

SC Vöhringen – TV Gerhausen 26 : 28 (12 : 14)

Samstag, 31.10.2015: Spielbericht

Auch das Kellerderby geht verloren: beim 26:28 (12:14) gegen den TV Gerhausen scheiterte der SC Vöhringen an seinen eigenen Unzulänglichkeiten sowie einer erneut taktisch völligen Unflexibilität.

Die ersten zehn Minuten gestalteten sich ausgeglichen, David Schuler und Arne Pick warfen die Rot-Weißen in Führung, Peter Schnepf traf für Gerhausen zum 2:3. Lukas Koßbiehl im Gegenstoß, sowie Arne Pick waren zum 5:4 für die Gastgeber erfolgreich (10. Minute), dann setzte Gerhausen mit einem Viererpack zum 5:8 ein erstes Achtungszeichen. Erstaunlich, wie einfach die Vöhringer Deckung über Anspiele an den Kreis auszuhebeln war, dabei sollte diese Stärke der Gäste eigentlich zur Genüge bekannt gewesen sein. Valentin Istoc traf zum 6:8, weil aber das SCV-Spiel erneut viel zu eindimensional aufgebaut war, Kreisläufer und Außenspieler ignoriert wurden und Gefahr somit nur von den Rückraumschützen drohte, lief man beim 6:10 bereits vier Toren Rückstand hinterher. Nachdem 8:12 waren es Arne Pick und André Bluhm, die sich redlich mühten, und zum 11:13 verkürzten, George Stanciu stellte vom Kreis (!) den Halbzeitstand her, den möglichen Anschlußtreffer kurz vor der Halbzeit vergab man, weil man es in Überzahl - natürlich - aus dem Rückraum probierte, zum Erfolg zu kommen, anstatt den freien Akteur zu suchen.

Da Kampfgeist und Einstellung wie üblich stimmten, kam man nach dem Seitenwechsel rasch zum Ausgleich, und Valentin Istoc und George Stanciu - schön frei gespielt, fraglich, warum man dieses Mittel nicht öfter wählte - warfen die Rot-Weißen beim 16:15 bzw. 17:16 (17. Minute) letztmalig in Führung. Trotz eins sich im zweiten Durchgang mächtig steigernden Keepers Andrei Mitrofan agierte man in der Abwehr gedanklich oft viel zu langsam. Gerhausen – keinesfalls vor Spielwitz sprühend – hatte seine Hauptprotagonisten im bestens bekannten Halbrechten Daniel Bux sowie Peter Schnepf auf Halblinks, beide verstanden es auch blendend, den Kreisläufer Fabian Deckwitz einzusetzen, den die Vöhringer viel zu oft sträflich frei ließen. So stand es nur wenig später wieder 17:19 (42. Minute). Christian Bucher und Arne Pick erzwangen das 19:19, und dann spielte man zweimal strukturiert und druckvoll – leider viel zu selten zu sehen im kompletten Spielverlauf – über Kreisläufer George Stanciu, der überlegt zum 21:21 einwarf. Der Führungstreffer war nach guter Mitrofan-Parade im nächsten Angriff möglich, und auch in den Folgeminuten hatte man mehrmals die Chance, aus einem Unentschieden eine Führung zu machen - wenig durchdachte und überhastete Aktionen wussten dies allerdings stets zu verhindern, und so war es eben der TVG, der stets vorlegte. David Schuler und zweimal André Bluhm konnten bis zum 25:25 jeweils ausgleichen (54. Minute), dann ging's dahin. Mayer, Schnepf und Buck erzielten in den kommenden Minuten drei Treffer, profitierten dabei auch von der ein oder anderen fragwürdigen Entscheidung der ansonsten soliden Schiedsrichter, und erneut hatte der SCV ein Spiel verloren, dass man gewinnen hätte könnten. Selbst nach Christian Buchers 26:28, zwei Minuten vor Ende, wäre zumindest noch ein Punkt drin gewesen, aber da man mit dem Mute der Verzweiflung, leider aber so kopf- wie planlos anrannte, musste man wieder einmal dem Gegner beim Feiern zuschauen.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Lucas Fiesel, André Bluhm (6), Valentin Istoc (4), George Stanciu (5), Arne Pick (5/2), Christian Bucher (2), David Schuler (3/1), Lukas Koßbiehl (1), Roland Czari, Matthias Stetter.

TV Gerhausen:
Jan Schönefeldt, Rick Leyrer; Hauke Brinz (1), Patrick Droxner (2), Hermann Unsöld, Uwe Mayer (1), Peter Mayer (5/5), Tim Sigg, Simion Buck (3), Daniel Bux (8), Fabian Deckwitz (5), Marc Hagmann, Viktor Ochrimenko, Peter Schnepf (3).

Siebenmeter:
SCV: 4/3 (Schuler verwirft gegen Schönefeldt)
TVG: 6/5 (Buck verwirft gegen Mitrofan)

Zeitstrafen:
SCV: 6 (Mitrofan, Istoc, Stanciu, 2x Pick, Stetter)
TVG: 4 (Droxner, 3x U. Mayer)

Rote Karte: U. Mayer (56. Minute)

Vorbericht

"Duell der Kellerkinder" heißt es am Samstag im Vöhringer Sportpark (19:30 Uhr), wenn der heimische SC den TV Gerhausen zum Derby empfängt. Beide Teams haben einen üblen Saisonstart hingelegt. 2:12 (Vöhringen), respektive 2:10 (Gerhausen) Punkte stehen für die beiden Kontrahenten zu Buche, die Fans beider Lager müssen ganz nach unten schauen, wenn sie ihre Lieblinge in der Tabelle der Württembergliga suchen: Letzter (SCV), bzw. Vorletzter (TVG) - so hatte man sich das ganz sicher weder im Illertal, noch am Blautopf vorgestellt.
Zumindest die "Himmelblauen" schnupperten in der Vorwoche ausgiebig am zweiten Saisonsieg, um dann doch beim 24:25 der HSG Albstadt beide Punkte überlassen zu müssen. Eine klare Sache war es hingegen bei den "Rot-Weißen". Beim 24:36 in Heiningen hatte man nicht den Hauch einer Chance und will nun im Derby den nächsten Anlauf nehmen, die so dringend benötigten Punkte drei und vier einzufahren.

Dass dies schwierig wird, ist den Wielandstädtern bewusst. Der TVG besitzt eine eingespielte Mannschaft, Daniel Bux und Peter Schnepf sind brandgefährliche, kräftige Rückraumspieler, auch die Pässe an den Kreis finden bei den körperlich starken Patrick Maier und Fabian Deckwitz dankbare Abnehmer. Überdurchschnittlich auch das Torhütergespann Jan Schönefeldt/Rick Leyrer, dass zudem die Flügelzange Simion Buck und Uwe Mayer mit punktgenauen "Harpunen" im Gegenstoß einzusetzen weiß.

Bekannt ist das Weberruß-Team zudem für seine hohe Motivation und Kampfkraft. Die Vöhringer Bilanz gegen Gerhausen könnte schlechter nicht sein: sowohl im Vorjahr als auch im Aufstiegsjahr der Gäste gab es nichts zu erben, man blieb genauso erfolglos wie im Vorfeld der laufenden Runde im Pokalspiel. "Sicher spricht der bisherige Vergleich mit dem TVG alles andere als für uns, aber das darf keine Rolle spielen und muss endlich mal raus aus den Köpfen", so Torjäger André Bluhm. "Im Vorjahr haben wir uns völlig den Schneid abkaufen lassen und lagen zur Halbzeit aussichtslos im Rückstand. Wir wollen diesmal von Anfang an dagegen halten und den Kampf annehmen. Dass wir dazu in der Lage sind, haben wir gegen Reichenbach bewiesen, und wir hoffen, es gelingt uns mit der Unterstützung unserer Fans auch am Samstag!" Die Mannschaft bittet um zahlreichen Besuch und einen lautstarken, stimmungsvollen Sportpark!

TSV Heiningen – SC Vöhringen 36 : 24 (20 : 12)

Samstag, 24.10.2015: Spielbericht

Übel unter die Räder kam der SC Vöhringen beim TSV Heiningen. Beim 24:36 (12:20) produzierten die Illertaler im Angriffsspiel Eigenfehler en masse und bekamen zu keiner Phase des Spiels die Abwehr dicht.

Gleich auf sechs Akteure musste Vasile Stanciu verzichten, sein Pendant auf der Heininger Bank konnte auf einen vollen Kader zurück greifen. Dennoch begannen die Anfangsminuten vielversprechend, Fabian Seiler, der auch im weiteren Spielveralauf mit guten Paraden überzeugte, hielt gleich drei schwere Bälle, und Arne Pick sowie André Bluhm lochten zum 2:1 ein (6. Minute). Fünf Zeigerumdrehungen später lag man allerdings bereits mit 3:7 in Rückstand - Ballverluste, Fehlwürfe, gepaart mit schlechtem Rückzugsverhalten machten es den Einheimischen leicht, durch Gegenstöße und gut ausgespielte "zweite Welle" zu einfachen Toren zu gelangen. Valentin Istoc - mit zehn Treffern erfolgreichster SC-Werfer - setzte zwei Treffer zum 5:11, aber richtig Struktur wollte nicht ins Vöhringer Spiel kommen - viel zu einfach gingen die Bälle im Angriff verloren, und die Gastgeber konnten sukzessive erhöhen – 14:5, 18:8 (23. Minute). Als "Vali" Istoc zum 20:12 Halbzeitstand einwarf, war die Partie natürlich schon entschieden.

Etwas besser lief es zunächst nach dem Seitenwechsel: die Rückraumreihe um Bluhm, Pick und Istoc traf mehrmals ins Schwarze, und auch Fabian Seiler und Andrei Mitrofan konnten sich auszeichnen. So kam man bis zum 23:17 (39. Minute) wenigstens etwas heran. Eine Wende sollte natürlich nicht mehr gelingen, weil Heiningen gegen die alles andere als sattelfeste Deckung stets Antworten wusste. Über 27:20 (44. Minute) und 31:21 (50. Minute) ging es in die Schlußphase, in der den Rot-Weißen kaum mehr etwas gelingen wollte. Bei den "Staren" erhielten nun alle Akteure ihre Einsatzzeiten und konnten den Vorsprung bis zum 36:24-Endstand ausbauen. Positiv zu erwähnen ist wie üblich die Unterstützung der mitgereisten SCV-Anhänger, die ihre Mannschaft bis zum Ende hin unterstützten.

TSV Heiningen:
Julian Reik, Timo Rapp; Constantin Weis (7), Robin Zöller (6), Julian de Boer (5/2), Tim Kühn (2), Yannic Wohlang (3), Marc Dannenmann (2), Markus Spörle (6), Jan-Philipp Terbeck (1), Chris Zöller (3), Jochen Schrag, Timo Gall (1).

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; André Bluhm (6), Valentin Istoc (10), George Stanciu, Arne Pick (4), Christian Bucher (2), David Schuler (2/1), Roland Czari, Matthias Stetter.

Siebenmeter:
TSV: 2/2
SCV: 1/1

Zeitstrafen:
TSV: 3 (de Boer, Terbeck, C. Zöller)
SCV: 3 (Istoc, Bucher, Czari)

Vorbericht

Für die Vöhringer Württembergliga-Handballer steht wieder ein Auswärtsspiel an: am Samstag (20.00 Uhr, Voralbhalle), treten die Mannen von Trainer Vasile Stanciu beim TSV Heiningen an.

Die "Staren" zählen seit Jahren zu den Spitzenmannschaften in der höchsten Spielklasse des Verbandes. Auch heuer mischt man bereits wieder vorne mit. Mit 8:2 Punkten liegen die Heininger aussichtsreich im Verfolgerfeld von Primus TSV Blaustein, gegen den es auch die bisher einzige Niederlage setzte. Coach Markus Graf kann auf eine in der Liga erfahrene Truppe zurück greifen, die vor der Saison mit einigen jungen Talenten verstärkt wurde. Hervorragend besetzt ist man im Rückraum, wo Hüne Julian de Boer sowie Modellathlet Markus Petershans stets mit vielen Treffern zu glänzen wissen. Max Günther ist ein gefährlicher Kreisläufer, und auch die Flügelzange um Chris und Robin Zöller ist konter- und abschlußstark. Zudem ist die Mannschaft im Kern seit einiger Zeit beisammen und dementsprechend eingespielt.

Klar, dass die Vöhringer da nicht als Favorit anreisen, auch wenn man auf die gute Leistung aus dem letzten Heimspiel aufbauen möchte. "Wir wollen auch am Samstag wieder eine ordentliche Partie abliefern und uns für die zukünftigen Begegnungen Selbstvertrauen holen", so der Tenor aus dem Vöhringer Lager. Natürlich freuen sich die Wielandstädter auch auswärts über lautstarke Unterstützung und hoffen in Heiningen auf die Rückendeckung ihrer Anhänger. Mitfahrgelegenheit besteht im kostenlosen Fanbus, Abfahrt in Vöhringen (Wielandparkplatz) 17.00 Uhr, Zustiegsmöglichkeit in Ulm (Tankstelle gegenüber der Fa. Schwenk) um 17.20 Uhr.

SC Vöhringen – TV Reichenbach 33 : 29 (17 : 13)

Sonntag, 18.10.2015: Spielbericht

Der Bann ist gebrochen - die Handballer des SC Vöhringen haben den ersten Sieg in der Württembergliga eingefahren. Beim 33:29 (17:13) schickten die Wielandstädter ihre Fans durch eine spannende Schlußphase, ehe der verdiente Heimsieg feststand.

Keine guten Vorzeichen zuvor: erneut schlug das Verletzungspech während der Woche zu, Dennis Schwarz, zuletzt deutlich im Aufwind, fällt mit einem komplizierten Fingerbruch lange aus. Zudem musste Arne Pick – gerade erst zurück gekehrt und eigentlich unverzichtbar – krank zu Hause das Bett hüten.

Wieder im Kader standen allerdings nach überstandenen Verletzungen George Stanciu und Lukas Koßbiehl, ihr Mitwirken sollte sich als äußerst positiv auswirken. Valentin Istoc brachte seine Farben in Führung und legte auch zum 2:1 nach. Nachdem Christian Bucher nach schönem Auflösen an den Kreis das 3:2 gelungen war, brauchte der auffällige Fabian Haisch Reichenbach erstmalig nach vorne: 3:4 (6. Minute). André Bluhm - der eine beeindruckende Vorstellung ablieferte, Roland Czari mit überlegtem Abschluß sowie der klug spielende Sandro Jooß ließen den - trotz ungewohnter Sonntagspartie - zahlreichen und stimmungsvollen Anhang über das 6:4 jubeln. Die Gäste glichen aus, Lukas Koßbiehl warf von Linksaußen zum 7:6 ein, Bluhm knallte die Harzkugel via Innenpfosten und Torhüter-Rücken zum 8:6 ins Tor. Wenig effizient stellte man sich dann allerdings in der folgenden doppelten Überzahl an, der variantenreiche Linksaußen Yannik Heetel sagte "Danke" und traf zum 8:8 aus dem Nullwinkel. Sandro Jooß - nach geschicktem Absetzen an den Kreis zeichnete sich für die zwei nächsten SC-Treffer zum 10:9 verantwortlich, und Lukas Koßbiehl spielte im Gegenstoß seine Schnelligkeit aus - Klasse bedient durch eine "Harpune" von Fabian Seiler. George Stanciu glückte aus schwierigem Winkel das 12:10, und André Bluhm setzte noch einen drauf, schüttelte seinen Gegenspieler ab und zeigte auch von Halbrechts seine Klasse - 13:10 (23. Minute). Haisch und Florian Mäntele warfen für Reichenbach zum 14:11 ein, Lukas Koßbiehl - mit mutigem Auftritt - sorgte für das 15:13, das André Bluhm in Unterzahl sogar noch ausbauen konnten. Als die Vöhringer unmittelbar vor der Pause einen weiteren Angriff abfangen konnten, David Schuler den Gegenstoß trotz harter Bedrängung erfolgreich unterbrachte und dabei noch einen TVR-Akteur aufs Sünderbänkchen schickte, ging man im Vöhringer Lager mit einem guten Gefühl in die Kabinen.

Auch nach Wiederbeginn bestand zunächst kein Anlaß für vermehrte Sorgenfalten. David Schuler mit einem tollen Rückraumwurf und der nicht zu stoppende André Bluhm verwalteten den Vorsprung über 18:14 und 20:16 (37. Minute), sogar ein Ausbau der Führung wäre jetzt möglich gewesen. Fabian Tonn und Heetel halbierten allerdings die Differenz, Schuler und Bluhm antworteten - 22:18. Deutlicher absetzen konnten sich die Rot-Weißen nicht, Reichenbach traf durch seine Besten Haisch und Heetel. Dann war es wieder "Bomber" Bluhm, der den TVR-Keeper kopfschütteln ließ, und nach Jonas Reinbolds Tor auf der anderen Seite brachte David Schuler den wichtigen Siebenmeter zum 24:21 unter (45. Minute). Tonn und Reinbold durften dann ebenfalls Treffer verbuchen, Reichenbach war wieder gefährlich nahe gerückt -24:23. Christian Bucher wagte es aus der Distanz und schummelte das Spielgerät unter Torwart Stockburger hindurch ins Netz, und ein fantastischer Pass von Sandro Jooß gewärte André Bluhm "freie Fahrt" auf dem Weg zu seinem zehnten Volltreffer, welcher das 26:23 bedeutete. Doch die Illertaler wackelten in der Folgezeit: viereinhalb Minuten blieb man ohne eigenen Treffer, geriet in Unterzahl und musste durch Reinold und zwei Siebenmeter von Mäntele beim 26:26 (51. Minute) den Ausgleich hinnehmen. Wichtig, dass man jetzt die Nerven behielt: Bluhm - wer sonst - ließ sich auch von einem Fehlwurf kurz zuvor nicht irritieren und lud mit Urgewalt durch - 27:26. David Schuler – nervenstark bei seinen Gegenstößen – ließ die Fans, die wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft standen, das 28:26 bejubeln, und erneute waren es diese beiden, die nach dem Reichenbacher Anschlußtor dann zum 29:27 und 30:27 – nach tollem Ballgewinn von Abwehrchef Matthias Stetter – erfolgreich abschlossen (56. Minute).

Mittlerweile war auch Andrei Mitrofan im SC-Tor ein wichtiger Faktor geworden, nachdem beide Vöhringer Keeper bis dahin selten eine Hand an den Ball bekommen hatten. Trainer Vasile Stanciu hatte für die Schlußphase seinen Sohn auf die Spielmacher- Position beordert, im Verbund mit Sandro Jooß sorgte er für Ruhe, und Stanciu junior war es auch, der aus dem Rückraum (!) zum 31:27 einwarf - dreineinhalb Minuten vor dem Ende. Zu früh gefreut? Binnen 30 Sekunden trafen nämlich Mäntele und Heetel für die Gäste, die nun verständlicherweise sehr offensiv verteidigten. Ein gefundenes Fressen für Lukas Koßbiehl, der sich mit seinen schnellen Beinen und einem "Wackler" Platz verschaffte und die wichtige Drei-Tore-Führung holte. In den verbleibenden zwei Minuten vergaben die Mannen von Daniel Hebisch noch zwei Siebenmeter, kassierten die Vöhringer noch zwei Zeitstrafen, ehe David Schuler per "Empty Net Goal" - Stockburger hatte sein Gehäuse zu Gunsten eines siebten Feldspielers verlassen - vom eigenen Wurfkreis das Endergebnis herstellte und die so wichtigen zwei Zähler verdient im Sportpark blieben.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; André Bluhm (12), Valentin Istoc (2), Johannes Stegmann, George Stanciu (2), Christian Bucher (2), David Schuler (7/1), Lukas Koßbiehl (4), Sandro Jooß (3), Roland Czari (1), Matthias Stetter.

TV Reichenbach:
Nicolas Stockburger, Igor Ricci, Dennis Eberhardt; Peter Scheffold, Julian Fritzsche, Fabian Haisch (6), Frederik Saulich (2), Christoph Maile (3), Jonas Reinold (3), Florian Mäntele (5/2), Bastian Schüder (2), Kai Hesping, Yannik Heetel (6), Fabian Tonn (2).

Siebenmeter:
SCV: 1/1
TVR: 4/2 (Mäntele und Heetel verwerfen gegen Mitrofan)

Zeitstrafen:
SCV: 6 (Stegmann, 2x Bucher, Schuler, Koßbiehl, Stetter)
TVR: 5 (Saulich, Maile, Reinold, 2x Tonn)

Vorbericht

Nach zwei Auswärtspartien in Folge bestreiten die Handballer des SC Vöhringen nun wieder ein Heimspiel. Allerdings nicht zur "Prime Time" am gewohnten Samstagabend, nein am Sonntag gastiert der TV Reichenbach im Sportpark (17.00 Uhr).

Die Situation bei den sonntäglichen Gästen weist einige Parallelen zum SCV auf: auch die Mannschaft von Daniel Hebisch musste vor der Saison die Abgänge einiger langjähriger Leistungsträger verkraften. Hinzu kamen junge und talentierte, aber in der Württembergliga eben auch noch unerfahrene Spieler. Zudem hatte man in den ersten Partien ebenfalls mit erheblichem Verletzungspech zu kämpfen. Dementsprechend verlief auch der Saisonstart, in Laupheim und gegen Steinheim musste man Niederlagen quittieren, außerdem setzte es beim 23:36 gegen Langenau überdies eine happige Heimpleite. Dennoch, die Reichenbacher haben dem SC Vöhringen etwas voraus: sie konnten schon doppelt punkten, beim 32:28 gegen die HSG Albstadt. Von einem "leichten" Gegner auszugehen erübrigt sich in der Situation der Wielandstäter sowieso, der TVR wird im "Vier-Punkte-Spiel", wie es im Vorbericht der Gäste heißt, sicher alles daran setzen, im Sportpark erfolgreich zu sein. Man verfügt über einen starken Rückraum um Christoph Maile, Fabian Tonn und Florian Mäntele, auch der kräftige Kreisläufer und die schnellen Außen sind zu beachten. Von den Neuzugängen trägt sich vor allem Yannik Heetel häufig in die Torschützenliste ein.

Die Illertaler möchten an die Angriffsleistung der ersten Halbzeit aus dem Albstadt-Spiel anknüpfen. Dort zeigte man, zu was man in der Lage sein kann. Allerdings gilt ebenso weiterhin die Forderung nach mehr Konstanz und Fehlerminimierung, auch die Abwehrleistung war in Albstadt deutlich ausbaufähig. Gelingt dies, werden auch die Torhüter wieder zu alter Stärke zurück finden können. Um die ersehnten und dringend benötigten Punkte im Sportpark behalten zu können, müssen auch die Fans ihren Teil beitragen: zahlreiches Erscheinen und lautstarkes Anfeuern werden der Mannschaft Selbstvertrauen und den dringend benötigten Rückhalt geben!

Vorbericht des TV Reichenbach

TVR will die ersten Auswärtspunkte holen

Nach der herben Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen das Spitzenteam aus Langenau/Elchingen gastiert der TVR am Sonntag in Vöhringen beim derzeitigen Tabellenletzten der Württembergliga. Die Reichenbacher stehen somit vor einem echten „4-Punkte-Spiel“  im Kampf um den Klassenerhalt.

Der SC Vöhringen gehört seit Jahren zu den etablierten Mannschaften in der Württembergliga, musste jedoch ähnlich wie der TVR einen größeren personellen Umbruch vor der Saison vollziehen. Erfahrene Kräfte wie die Rückraumshooter Alexander Henze und Manuel Scholz verließen das Illertal und hinterließen eine Lücke die bisher noch nicht geschlossen werden konnte. Nach 5 Spieltagen ziert die Mannschaft von Trainer Vasile Stanciu ohne Punktgewinn das Tabellenende der Württembergliga Süd, spielte jedoch auch bereits gegen gleich drei der vermeintlichen Top-Teams der Liga Langenau, Weilstetten und Zizishausen. Zu den auffälligsten Akteuren bei den Vöhringern zählen die Rückraumschützen Arne Pick und Valentin Istoc. Vor allem der ehemalige Weilstetter Pick konnte in den beiden vergangenen Spielen mit 10 bzw. 7 Toren seinen Stempel aufdrücken. Mit den beiden Hünen Andrei Mitrofan und Fabian Seiler ist der SCV zudem auf der Torhüterposition glänzend besetzt.

Nachdem die junge Mannschaft des TVR im letzten Heimspiel von der HSG Langenau/Elchingen klar die Grenzen aufgezeigt bekommen hat, geht es für das Team von Trainer Daniel Hebisch nun darum sich konzentriert auf den SC Vöhringen vorzubereiten. Mit dem notwendigen Wille und einer disziplinierten Mannschaftsleistung wollen die Filstäler am Wochenende die ersten beiden Auswärtspunkte einfahren. Eine Entspannung der Personalsituation ist leider noch nicht in Sicht, umso mehr hofft die Mannschaft auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung der Reichenbacher Zuschauer.

HSG Albstadt – SC Vöhringen 33 : 27 (17 : 16)

Sonntag, 11.10.2015: Spielbericht

Wieder nichts - auch beim starken Aufsteiger HSG Albstadt ging der SC Vöhringen leer aus. Beim 33:27 (17:16) behielten die Hausherren die Punkte verdient in der heimischen Mazmannhalle.

Beide Teams kamen gut in die Partie und schlossen ihre Angriffe meist erfolgreich ab: durch Valentin Istoc und zwei Tore vom Rückkehrer André Bluhm führten die Gäste mit 3:2, Roland Czari brachte die Wielandstädter beim 7:5 (10. Minute) sogar mit zwei Treffern in Front. David Schuler gelang der achte SC-Treffer, ehe die Hausherren beim 9:8 und 10:9 wieder vorlegten. Beide Abwehrreihen ließen die letzte Konsequenz vermissen, sehr zum Leidwesen der Torhüter, die sich weder auf HSG- noch auf SCV-Seite entscheidend auszeichnen konnten. Arne Pick glückte das 11:11 (19. Minute), der von der Vöhringer Deckung nie zu neutralisierende Routinier Benjamin Mayer sowie der sicher abschließende Rechtsaußen Jannik Rau brachten Albstadt erstmalig mit zwei Treffern in Führung. André Bluhm hielt mit zwei seiner "Raketen" beim 14:13 und 15:14 den Anschluß, Johannes Stegmann und Arne Pick egalisierten. Ihren letzten Angriff vor der Pause nutzen dann allerdings wieder die HSG-Spieler und konnten einen knappen Vorsprung mit in die Kabinen nehmen.

Parallelen zum Heimspiel gegen Zizishausen taten sich dann unmittelbar nach Wiederbeginn aus: dort hatte man mit dem Gegner auf Augenhöhe agiert, um dann innerhalb von Minuten entscheidend in Rückstand zu geraten. Ähnlich verlief es auch nun. Arne Pick gelang nach schönem Absetzen an den Kreis zwar das 17:17, aber bis zur 38. Minute legte der Aufsteiger einen 5:0-Run zum 22:17 hin. Voreilige Abschlüsse, "Brechstange", "mit dem Kopf durch die Wand"-Aktionen, gepaart mit Nachlässigkeiten in der Defensive waren hier auf Vöhringer Seite leider erfolgreich Pate gestanden und hatten der offensiven Albstädter Deckung natürlich in die Karten gespielt. Was man der Mannschaft wieder nicht absprechen konnte: Kampfgeist. Zweimal David Schuler, sowie Roland Czari verkürzten auf 23:20, und Fans und Spieler witterten nochmals Morgenluft. Leider wollte den sonst so zuverlässigen Vöhringer Keepern weiterhin wenig gelingen, die nächsten zwei Wüfe rutschen zm 25:20 durch. Dennoch gelang durch Dennis Schwarz (2x), André Bluhm und Christian Bucher das 28:26 (54. Minute), mehr war leider nicht drin, die Einheimischen erhöhten wieder auf 31:26, Arne Pick erzielte mit seinem siebten Treffer nur noch das 32:27, eine vorzügliche Leistung bot das Schiedsrichtergespann Kern/Großmann vom TV Plieningen. Mit mittlerweile 0:10-Punkten starteten die Vöhringer so schlecht wie seit Jahren nicht und hängen erstmal länger im Tabellenkeller fest.

HSG Albstadt:
Tobias Exner, Julian Mayer; Patrick Lebherz (3), Christoph Schlegel, Lukas Mayer (3), Maximilian Fien (1), Jannik Rau (7), Jacob Luippold, Benjamin Mayer (10), Felix Hofele, Simon Schurer, Nico Ferdinand (6), Bruno Jerger (3).

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; André Bluhm (5), Valentin Istoc (3), Johannes Stegmann (2/2), Arne Pick (7), Christian Bucher (1), David Schuler (5), Roland Czari (2), Matthias Stetter, Dennis Schwarz (2).

Siebenmeter:
HSG: keine
SCV: 3/2 (Schuler verwirft)

Zeitstrafen:
HSG: 2 (Hofele, Jerger)
SCV: 2 (Pick, Schuler)

Spielbericht der HSG Albstadt

HSG siegt souverän

Zwei wichtige Zähler holte Aufsteiger HSG Albstadt in der Handball-Württembergliga Süd. Gegen Schlusslicht SC Vöhringen setzten sich die Schwarz-Roten ungefährdet mit 33:27 (17:16) durch.

Es war ein intensives, weil richtungsweisendes Duell im Maz-mann, das in den Anfangsminuten die Offensivreihen dominierten. Gegen den körperlich starken Rückraum des ehemaligen Regionalligisten verteidigte der Aufsteiger offensiv – und das behagte den Ulmer Vorstädtern überhaupt nicht. Dennoch: Der frühere Weilstetter Arne Pick konservierte nach sechs Minuten die knappe Vöhringer Führung (4:5). Auf der Gegenseite egalisierte Nico Ferdinand, doch weiterhin lagen die Gäste vorne. Die hatten in dieser ersten Spielphase das reifere, das bessere Konzept. SC-Kommandogeber Vasile Stanciu sah nichtsdestotrotz Gesprächsbedarf, zückte frühzeitig die grüne Karte. Vergebens. Nach einem 3:0-Lauf lagen nun die Schwarz-Roten mit 9:8 vorne (14.). Das nagte am ohnehin angeknacksten Selbstbewusstsein des Tabellenletzten, welcher gegen die aggressive Albstädter Abwehr keine Mittel fand. In Überzahl sorgte Valentin Istoc zwar für den erneuten Ausgleich (10:10/ 16.), doch die HSG legte abermals vor. Jannik Rau sorgte aus dem rechten Rückraum für den ersten Zwei-Tore-Vorteil (14:12/ 22.) – entscheidend setzte sich das Team von Trainer Markus Stotz allerdings nicht ab, dazu ließen die Schwarz-Roten einfach viel zu viele Chancen liegen. Immer wieder scheiterte Albstadt an SC-Keeper Andrei Mitrofan, der das Schlusslicht zumindest im Spiel hielt. Dennoch: Zur Pause hatte die Spielgemeinschaft aus Ebingen, Lautlingen und Margrethausen leichte Vorteile, führte hauchdünn mit 17:16.

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eine enge Kiste in hitziger Atmosphäre. Pick foulte Benjamin Mayer. Zeitstrafe! Die Überzahl nutzte die Stotz-Truppe konsequent, zog auf 20:17 davon (35.). Vöhringen wackelte nun das Hand-gelenk doch gewaltig. Aus dem Rückraum kam nichts mehr, Kreis und Außen blieben ohnehin blass. Als Ferdinand zum 21:17 netzte, war die Vöhringer Gegenwehr end-gültig gebrochen. Per kurzer Deckung versuchten die Gäste, Benjamin Mayer ansatzweise aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang überhaupt nicht. Auf der Gegenseite arbeitete die Albstädter Abwehr wesentlich effektiver, hatte den fünffachen Torschützen André Bluhm jetzt besser im Griff. Der rieb sich in unzähligen Eins-gegen-Eins-Situationen auf, während seine Mitspieler zunehmend resignierten.

Zehn Minuten vor dem Ende sorgte Bruno Jerger mit einem veredelten Konter zum 27:22 für die Vorentscheidung. In Unterzahl wurde es noch einmal ein wenig brenzlig für die HSG, doch Vöhringen war einfach zu schwach besetzt und in seinen Mitteln limitiert, um die Schwarz-Roten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Vorbericht

Zu ungewohnter Zeit müssen die Vöhringer Württembergliga-Handballer am Sonntag ran, erneut auswärts - es wartet die HSG Albstadt (18.00 Uhr, Mazmannhalle Albstadt).

Die HSG Albstadt, eigentlich ein geläufiger Name in der höchsten Spielklasse Württembergs, hat einige "rasante Jahre" hintersich. Nach dem damaligen Abstieg in die Landesliga machte der Fahrstuhl nach unten erst wieder in der Bezirksliga halt. Umso triumphaler gelang die Rückkehr. In Bezirksgefilden hielt man sich nur ein Jahr lang auf, souverän gelang die Rückkehr in die nächsthöhere Liga. Und da setzte man dann wirklich zum großen Wurf an: mit einer ganz jungen Mannschaft spielte man von Beginn an oben mit, um dann in der Rückrunde von Sieg zu Sieg zu eilen und alle Kontrahenten deutlich zu düpieren. Verdienter Lohn war der Meistertitel, verbunden mit dem Wideraufstieg in die WL.

Auch hier findet man sich bisher sehr ordentlich zurecht. Zwar setzte es auswärts zwei Niederlagen, gegen Ober-/Unterhausen gelang aber ein deutlicher Heimsieg, und auch die routinierten Langenauer konnten sich zuletzt glücklich schätzen, bei ihrem Gastspiel in Albstadt beim 30:30 gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Macht summa summarum drei Zähler auf der Habenseite, genau dort steht beim SC Vöhringen noch eine dicke, häßliche Null.

Gerne würde man dies korrigieren, am besten schon am kommenden Sonntag. Ein schwieriges Unterfangen gegen den Aufsteiger, der nicht unbedingt über die körperlich größten Spieler verfügt, allerdings mit Schnelligkeit, Ehrgeiz und Spielwitz zu überzeugen weiß.

Für die Vöhringer gilt es - Verletzungspech hin oder her - Konstanz in die Leistungen zu bringen. Phasenweise sah dies in den letzten Spielen gut aus, da es aber auch immer wieder deutliche Schwächperioden, gepaart mit äußerst unnötigen Fehlern gab, reichte dies bisher einfach noch nicht zum Punkten. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies schnell ändert - am besten mit Unterstützung der Fans. Busabfahrt in Vöhringen ist um 15.00 Uhr (Wielandparkplatz), Zustiegsmöglichkeit besteht um 15.20 Uhr in Ulm (Tankstelle gegenüber Fa. Schwenk). Die Mitfahrt ist wie immer kostenlos.

Vorbericht der HSG Albstadt

HSG setzt auf die Heimstärke

Im ersten von zwei Heimspielen in Folge erwartet Württembergliga-Aufsteiger am Sonntag Schlusslicht SC Vöhringen in der Ebinger Mazmannhalle (Anpfiff: 18 Uhr). Eine Woche später kreuzt dann der TSV Heiningen in Albstadt auf.

Obwohl der SC Vöhringen nach vier Spieltagen noch ohne Punkte da steht, war bei den Illertälern in den beiden vergangenen Spielen gegen Zizishausen (27:33) und auch im Derby bei der HSG Langenau/Eltingen (29:34) doch ein Aufwärtstrend zu erkennen.

So weiß auch HSG-Trainer Markus Stotz: "Vöhringen steht mit dem Rücken zur Wand, die Mannschaft wird jetzt sicherlich alles versuchen, um bei uns die ersten Punkte zu holen." Da hat der Aufsteiger natürlich etwas dagegen, aber damit die Albstädter das Parkett in der Mazmannhalle wieder als Sieger verlassen, nennt der Trainer die Grundvoraussetzung: "So eine schwache Chancenauswertung wie zuletzt bei unserer 28:32-Niederlage in Reichenbach dürfen wir uns gegen Vöhringen nicht erlauben, wollen wir zu Punkten kommen."

Zu den auffälligsten und wichtigsten Akteuren bei den Vöhringern zählt Rückraumschütze Arne Pick, der früher für den TV Weilstetten am Ball war. Pick traf am vergangenen Wochenende gegen die HSG Langenau/Elchingen gleich zehnmal ins Schwarze. Doch mit Valentin Istoc und Roland Czari stehen zwei weitere gefährliche Rückraumspieler im Vöhringer Aufgebot, die die Schwarz-Roten zu beachten haben. In Andrei Mitrofan haben die sonntäglichen Gäste außerdem einen starken Torhüter zwischen den Pfosten. "Wir wollen versuchen unser Spiel durchzubringen. Das ist uns bei unseren beiden Heimspielen bisher auch ganz gut gelungen", verweist der Albstadts Trainer Stotz auf die beiden Partien gegen die SG Ober-/Unterhausen (30:17) und die HSG Langenau/Elchingen (30:30).

Im Lager der Albstädter weiß man ganz genau, dass der Großteil der Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der eigenen Halle geholt werden müssen, und so sollen am Sonntag zwei weitere hinzu kommen. Personell steht HSG-Trainer Stotz bis auf Steffen Link (Auslandsaufenthalt) der komplette Kader zur Verfügung.

HSG Langenau/Elchingen – SC Vöhringen 34 : 29 (18 : 11)

Samstag, 03.10.2015: Spielbericht

Auch im vierten Spiel bleibt der SC Vöhringen punktlos - bei der HSG Langenau/Elchingen unterlagen die Wielandstädter mit 29:34 (11:18). Gut kamen die Stanciu-Schützlinge in die Partie: stets waren es die Rot-Weißen, gestützt auf einen äußerst starken Torwart "Willi" Seiler, die in den ersten fünf Spielminuten vorlegten, durch Treffer von Valentin Istoc, Arne Pick und Roland Czari. Der starke Henrik Schenk warf Langenau beim 5:4 in Front und profitierte dabei von einer Zeitstrafe gegen Matthias Stetter, ein gezielter Ellbogenschlag Felix Jungingers gegen jenen Stetter wenig zuvor wurde von den Unparteiischen als "nicht des Bestrafens würdig" gewertet. Dennoch blieb der SCV vorerst dran, David Schuler tunnelte Markus Hinkelmann im HSG-Tor in der zweiten Welle, und "Vali" Istoc setzt einer seiner Granaten zum 6:6 ins Netz. Dann nahmen sich die Illertaler leider die erste "Auszeit", in den Folgeminuten unterliefen ihnen einige technische Fehler und voreilige Abschlüsse, was die Langenauer natürlich mittels ihrer Paradedisziplin - Gegenstoß - zu nutzen wussen. So stand es nach 15 Minuten 10:6 für die Einheimischen. Oliver Robotka, mit guter Leistung als Spielmacher, legte erfolgreich für Pick und Istoc auf - 12:9. Leider trafen die Vöhringer in der Folgezeit vermehrt Pfosten, Latte, oder die Bereiche neben dem Tor, so daß bis auf Matthias Stetters 14:10 nichts Zählbares heraussprang. Langenau machte es besser, nutzt seine Chancen, und obwohl der SC nicht enttäuschte waren es zuerst sechs, dann plötzlich acht Tore Rückstand. Johannes Stegmann stellte mit einem Strafwurf den Halbzeitstand her.

Arne Pick und Valentin Istoc eröffneten aus Vöhringer Sicht zur zweiten Spielhälfte getreu dem Motto "aufgegeben wird nicht", trotz eines sehr stark parierenden Andrei Mitrofan gelang Langenau das 20:15. Arne Pick und Christian Bucher ließen den lautstarken Anhang - der die einheimischen Fans wie üblich jederzeit übertraf - hoffen, doch die Gastgeber erwiesen sich als clever und ließen nicht mehr zu. Patrick Fischer und Henrik Schenk erhöhten wieder. Dennis Schwarz, der in der zweiten Spielhälfte eine prima Partie auf Rückraummitte lieferte, verkürzte, nach einem vergebenen Siebenmeter wuchs der Vorsprung der Hausherren allerdings wieder auf 28:20 an. Dennoch steckte der SCV zu keiner Zeit auf, auch wenn keine Chance mehr auf Zählbares bestand. Andrei Mitrofan parierte weiterhin glänzend, vor allem gegen Jan Schaden - erstaunlich übrigens , dass es ein solcher Klassespieler nach einem Kopftreffer beim Tempogegenstoß nicht für nötig hält, sich beim Torhüter zu entschuldigen - aber die Entscheidung war natürlich längst gefallen. David Schuler setzte gegen Ende noch eine Trefferserie, Florian Hank machte mit einer üblen Attacke gegen Arne Pick dem Frust des Ersatzspielers Luft, am Resultat änderte sich freilich nichts Grundlegendes mehr. Vorbildlich war auch diesmal wieder die Fanunterstützung, die mitgereisten LOCOS feierten ihre Mannschaft für ihr engagiertes Spiel auch noch 20 Minuten nach Spielende lautstark.

HSG Langenau/Elchingen:
Tobias Hensler, Markus Hinkelmann; Felix Juninger (4), Fabian Buntz (6), Marco Mannes (1), Louis Heinrich, Jan Schaden (4/2), Patrick Fischer (3), Henrik Schenk (10), Jörg Baresel, Philipp Renner (1), Simon Schorn (5), Sebastian Schmid, Florian Hank.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler, Oliver Robotka, Valentin Istoc (6), Johannes Stegmann (1/1), Yannick Kast, Arne Pick (10), Christian Bucher (2), David Schuler (5/1), Thilo Brugger, Roland Czari (2), Matthias Stetter (1), Dennis Schwarz (2).

Siebenmeter:
HSG: 2/2
SCV: 4/2 (Stegmann und Pick scheitern an Henseler)

Zeitstrafen:
HSG: 3 (Junginger, Schorn, Hank)
SCV: 3 (2x Stetter, Kast)

Vorbericht

Das erste Derby in der Württembergliga steht für den SC Vöhringen ins Haus: die Handballer treten am Samstag (20.00 Uhr, Pfleghofhalle Langenau) bei der HSG Langenau/Elchingen an.

Im Gegensatz zum SCV gelang den Gastgebern der Saisonstart: zwei Siege und ein Unentschieden brachten gute 5:1 Punkte, auch wenn man zuletzt beim 30:30 bei der HSG Albstadt doch gehörig Mühe hatte, einen Zähler zu entführen. Protagonisten bei der HSG sind bekanntlich seit Jahren die gleichen: Baresel, Fischer, Junginger, Schaden & Co. verfügen über jede Menge Routine und Erfahrung und sind clever und eingespielt wie kaum eine zweite Mannschaft. Auch die junge Garde um (Spieler-)Trainersohn Henrik Schenk, Marco Mannes oder Louis Heinrich hat mittlerweile mehr Verantwortung zu tragen.

Die Wielandstädter haben trotz der Niederlage gegen Zizishausen zuletzt nicht enttäuscht. Eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zu den Partien gegen Weilstetten und Ober-/Unterhausen war zu verzeichnen, auch wenn es dafür natürlich keine Punkte gibt. Ob diese nun ausgerechnet auswärts in Langenau geholt werden können, scheint fraglich. "Die HSG ist natürlich favorisiert", weiß SCV-Keeper Fabian "Willi" Seiler. "Für uns geht es darum, an die guten Phasen aus dem letzten Heimspiel anzuknüpfen und die Fehler weiter zu minimieren. Dann werden wir sicher auch ein anständiges Ergebnis erzielen können." Hilfreich dabei wären für das Team sicher zahlreiche lautstarke SCV-Anhänger. Auf Grund der räumlichen Nähe wird kein Fanbus eingesetzt, dennoch wäre es schön, wenn etwas mehr Fans als beim letztjährigen Gastspiel den Weg nach Langenau finden würden!

SC Vöhringen – TSV Zizishausen 27 : 33 (14 : 15)

Samstag, 26.09.2015: Spielbericht

Auch im dritten Spiel gab es keine Punkte für die Vöhringer Handballer in der Württembergliga. Beim 27:33 (14:15) gegen den TSV Zizishausen zeigten die Illertaler aber im Vergleich zu den ersten beiden Spielen klare Aufwärtstendenz.

Schlecht kamen die SCVler aus den Startlöchern: Zizishausen gelangen die ersten Treffer, nach Roland Czaris Anschlußtor erhöhten sie schnell auf 1:4, Vasile Stanciu hatte da bereits zur Auszeit gebeten. Tore von Sandro Jooß und Valentin Istoc brachten das 3:4, aber in der Abwehr fand man keinen Zugriff, und das Offensivspiel krankte an technischen Unzulänglichkeiten, so enteilten die Gäste auf 4:8 (12. Minute). Stanciu brachte nun den zuletzt schmerzlich vermissten Arne Pick ins Spiel, und dieser zeigte, warum er so wichtig für den SCV ist: mit zwei kraftvollen Aktionen binnen einer Minute verkürzte er auf 6:8. Die "Schnaken" konnten nochmals auf 7:11 erhöhen, aber nun waren die Wielandstädter im Spiel. Endlich gelangen Ballgewinne in der Abwehr, und im Angriff wurde getroffen: 2x Valentin Istoc, Johannes Stegmann und David Schuler stellten auf 11:11, Arne Pick brachte seinen Farben sogar in Führung. Die favorisierten Gäste konterten mit zwei Treffern, David Schuler egalisierte aus dem Rückraum mit einem tollen Wurf ins Kreuzeck und überlupfte den TSV-Torhüter im Anschluß von Linksaußen zum 14:14. Die durchaus mögliche Halbzeitführung vergab man dann, weil man einen Siebenmeter und einen "Freien" nicht im gegnerischen Kasten unterbrachte, "Zizis" gelang dies im Gegenzug besser. Dennoch ließ der knappe Halbzeitrückstand für die zweiten 30 Minuten hoffen.

Bitter, dass man die ersten dreieinhalb Minuten nach der Pause dann völlig verschlief: zwei schwache Würfe, zwei "billige" technische Fehler, und die routinierte Gästetruppe nutzte diese gnadenlos: aus dem 14:15 wurde ein 14:19 - diesmal sollte es den Einheimischen nicht gelingen, wieder heran zu kommen. Valentin Istoc - mit neuen Erfolgserlebnissen wieder bester Vöhringer Werfer - brach den Bann, und nach seinem 16:20 mussten gleich zwei Zizishäuser Spieler aufs Sünderbänkchen. Das Überzahlspiel – bis zu diesem Zeitpunkt nicht gerade Erfolg versprechend – klappte diesmal gut, und nach zwei energischen Abschlüssen von Rechtsaußen Christian Bucher keimte nochmals Hoffnung auf. Die Fans im Sportpark trieben ihre Lieblinge unverdrossen an, aber Zizishausen konterte, auch weil dem SCV wieder vermehrt Fehler unterliefen: 20:26, 25:29 (53. Minute). Trotz allem wurde weiterhin gekämpft, Fabian Seiler hielt einige schwierige Bälle, weil aber auch "Zizis"-Hüter Benjamin Hauptvogel gut spielte, gelang keine Annäherung mehr. Die Gäste gewannen am Ende verdient, die Rot-Weißen wurden allerdings etwas unter Wert geschlagen. Dennoch hatte der SCV einige gute Phasen, auf die es aufzubauen gilt.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Oliver Robotka, Lucas Fiesel, Valentin Istoc (9), Johannes Stegmann (2/1), Arne Pick (4), Christian Bucher (3), David Schuler (5/1), Sandro Jooß (1), Thilo Brugger, Roland Czari (3), Matthias Stetter, Dennis Schwarz.

TSV Zizishausen:
Benjamin Hauptvogel, Michael Schröter; Maximilian Friessnig (5), Sascha Hartl (6), Max Geißler, Patrick Renner-Slis (6), Maximilian Kaplick (2), Maik Zimmermann (4), Mark Reinl (3), Julian Baum (2/2), Simon Müller (3), Nico Fröhlich, Dennis Ulbrich (1), Georgios Chatzigietim (1).

Siebenmeter:
SCV: 3/2 (Stegmann scheitert an Hauptvogel)
TSV: 2/2

Zeitstrafen:
SCV: 4 (Stegmann, 2x Schuler, Jooß)
TSV: 6 (3x Friessnig, Renner-Slis, 2x Reinl)

Rote Karte: Friessnig (dritte Zeitstrafe)

Spielbericht des TSV Zizishausen

27:23 Arbeitssieg für den TSV Zizishausen in Vöhringen

Beim bisher punktlosen SC Vöhringen konnten sich die Zizishäuser Schnaken mit 33:27 durchsetzen und holten den zweiten Sieg in Folge.

Doch leicht gefallen, war dieser nicht. "Bis hin zum Schluss gab es keinen Moment, an dem der Sieg sicher feststand.", kommentierte Kreisläufer Maik Zimmermann. Besonders die Zeitstrafen gaben dem Gastgeber immer wieder Raum, um im Spiel zu bleiben.

Die Schnaken gingen mit dem Selbstvertrauen aus der letzten Woche in die Partie und legten direkt vor, zweimal Maik Zimmermann und einmal Sascha Hartl und beim Stand von 3:1 musste Vöhringen bereits die erste Auszeit nehmen. Doch Zizishausen blieb stark, erhöhte zum 8:4, Patrick Renner-Slis erzielte das 11:7 (16.). Als dieser jedoch eine 2-Minutenstrafe erhielt, war Vöhringen wieder im Spiel, Ein 5 zu 0 Lauf, und plötzlich führte der Gastgeber mit 12:11 (21.). Schnaken-Coach Holger Breitenbacher reagierte mit einer Auszeit. Eine weitere Zeitstrafe für Neuzugang Maximilian Friessnig löste Simon Müller durch zwei Tore aus spitzem Winkel, die Partie blieb zunächst eng.

Der eingewechselte Benjamin Hauptvogel hielt einen Siebenmeter und zwei weitere Bälle, so dass der TSVZ mit einer 15:14-Führung in die Pause ging.

Holger Breitenbacher fand die richtigen Worte, ein 4:0-Lauf brachte die Schnaken wieder auf die Siegesspur, doch nach einer Zeitstrafe für Mark Reinl verkürzte Vöhringens Hauptakteur Valentin Istoc durch zwei Tore zum 20:16 (37.). Zwei weitere Zeitstrafen binnen kürzester Zeit für Friessnig und Reinl drohten das Spiel wieder zu kippen, doch die Gäste kämpften gemeinsam, der gut aufgelegte Patrick Renner-Slis erhöhte sogar zum 23:18 (41.). Nach drei Toren in Folge vom starken Sascha Hartl führte Zizishausen sogar mit 27:21, doch Vöhringen verkürzte wieder auf vier Tore Abstand. Die Schnaken bewahrten in der Schlussphase einen kühlen Kopf, Benjamin Hauptvogel hielt wichtige Bälle und durch Konter von Renner-Slis, Hartl und Friessnig konnte der Sieg festgehalten werden. Letzterer bekam in letzter Minute noch seine dritte Zeitstrafe und musste vom Feld, doch dies trübte den Jubel der Gäste nicht.

"Gratulation an meine Jungs, dieser Sieg wurde uns hier nicht geschenkt.", freut sich Breitenbacher, "daran müssen wir in den nächsten Partien anknüpfen.", im Hinblick auf kommende Partie gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen.

Vorbericht

Auch im dritten Saisonspiel dürften die "Punkte-Trauben" für die Handballer des SC Vöhringen (unerreichbar) hoch hängen. Zu Gast im Sportpark (Samstag, 19.30 Uhr) ist der TSV Zizishausen, für viele Experten einer der Kandidaten auf den Meistertitel.
Die Gäste aus dem Nürtinger Stadtteil sind schon seit Jahren "aufstiegswillig", dafür wurde der gute Kader nochmals kräftig verstärkt. Mit Michael Schröter, zuletzt in Diensten der SG Ober-/Unterhausen und zuvor schon in der zweiten Liga aktiv, wurde ein sehr guter Torhüter als Partner für den bewährten Benjamin Hauptvogel geholt. Und mit der Verpflichtung von Dennis Ulbrich (TG Nürtingen, davor jahrelang beim TV Plochingen) und Maximilian Friessnig (ebenfalls Ober-/Unterhausen) wurde der ohnehin schon starke Rückraum um Sascha Hartl, Mark Reinl und Julian Baum mit zwei erfahrenen Torjägern nochmals aufgewertet. Zudem soll - nach einigen Trainerwechseln in den letzten Jahren - der neue Coach für Kontinuität stehen: Holger Breitenbacher, Ex-Bundesligaspieler in Pfullingen und zuletzt sieben Jahre lang Übungsleiter beim Ligarivalen Ober-/Unterhausen soll die "Schnaken" heuer in die vierte Liga hieven.

Klar, dass die zur Zeit gebeutelten Vöhringer gegen diese hochkarätig besetzte Truppe nur die absolute Außenseiterrolle einnehmen. Zudem hat sich die Personalsituation noch nicht wirklich enstpannt, so wichtige Spieler wie Arne Pick und André Bluhm z. B. können weiterhin nicht eingesetzt werden. Siegchancen am Samstag sind daher also allenfalls theoretischer Natur. Trotzdem, um es mit den Worten von Abteilungsleiter Siegfried Scheffold zu sagen, "Da müssen wir durch, Mannschaft, Offizielle, Umfeld, Zuschauer - alle gemeinsam". Dementsprechend bitten Mannschaft und Trainer die treuen Fans auch um Geduld: "Erscheint zahlreich, unterstützt uns lautstark, wir versuchen alles und geben unser Bestes."

Auch die Frauenmannschaft des SCV freut sich über Publikum: die Mannschaft von Bernhard Kast empfängt um 17.30 Uhr im Vorspiel den SV Tannau.

SG Ober-/Unterhausen – SC Vöhringen 26 : 16 (11 : 8)

Samstag, 19.09.2015: Spielbericht

Auch im ersten Auswärtsspiel der aktuellen Württembergliga-Saison setzte es für den SC Vöhringen eine herbe Niederlage: mit 16:26 (8:11) unterlag man bei der SG Ober-/Unterhausen, wie schon im ersten Heimspiel erwies sich die momentane Angriffsleistung als nicht ausreichend.

Zu den bekannten Ausfällen von Arne Pick und André Bluhm gesellte sich während der Woche noch Yannick Kast, zudem standen David Schuler und Sandro Jooß nicht zur Verfügung. George Stanciu probierte es, musste aber nach dem Aufwärmen abwinken.

Beide Teams begannen nervös, die Hausherren kamen in der sechsten Minute zum ersten Treffer und legten gleich nach. Der SCV konnte erst in der neunten Minute das erste Mal jubeln, als Johannes Stegmann einen Strafwurf versenkte. Beiden Teams merkte man die Verunsicherung nach den hohen Auftaktpleiten an, es entwickelte sich eine schwache Partie mit vielen Fehlern. Trotz eines stark parierenden Andrei Mitrofan konnte die SGOU  über 5:2 auf 7:3 enteilen, weil die Illertaler an schöner Regelmäßigkeit am ebenfalls guten Patrick Bader im Tor der Gastgeber scheiterten. So wuchs der Rückstand bereits nach 20 gespielten Minuten auf fünf Tore an - 4:9. Dennis Schwarz, zusammen mit dem jungen Thilo Brugger ins Team gerückt, traf mit einem feinen Dreher, und Valentin Istoc und Roland Czari stellten auf 11:7. Der sichere Siebenmeterschütze Johannes Stegmann hielt mit seinem Tor vor der Halbzeit die Hoffnungen aufrecht.

Leider waren nach dem Seitenwechsel die Verhältnisse schnell geklärt. Ober-/Unterhausen profitierte von den weiterhin in großer Anzahl auftretenden Fehlern im SCV-Spiel, beim 15:9 (36. Minute) war die Partie quasi Enschieden. Da auf allen Positionen die Hand beim Torabschluß "wackelte", wuchs der Rückstand sukzessive an: 16:9, 18:11, 21:12. Auch Fabian Seiler, mittlerweile im SCV-Tor, tat sein Bestes, war aber gegen die oft frei vor ihm auftauchenden Schützen machtlos. Matthias Stetter punktete noch mit einigen schönen Distanzwürfen, am deprimierenden Endergebnis änderte dies freilich nichts. Eine gute Leistung bot das Schiedsrichergespann, beste Vöhringer waren die mitgereisten "LOCOS", die für ihrer unermüdliche Unterstützung vom Hallensprecher der Gastgeber ausdrücklich gelobt wurden.

SG Ober-/Unterhausen:
Nils Pudill, Patrick Bader; Marcel Bordt (4), Pascal Werz (3/1), Imer Zhabeli (1), Deniz Sarpkaya, Timo Pfeiffer (6), Daniel Tröster, Matthias Kania (7/2), Philipp Althaus (2), Johannes Schmid (1), Benjamin Losch (2).

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Fabian Seiler; Lucas Fiesel, Roland Czari (1), Valentin Istoc (7), Johannes Stegmann (4/4), George Stanicu, Christian Bucher, Thilo Brugger, Lukas Koßbiehl, Oliver Robotka, Matthias Stetter (3), Dennis Schwarz (1).

Siebenmeter:
SGOU: 3/3
SCV: 4/4

Zeitstrafen:
SGOU: 4 (Bordt, Werz, Zhabeli, Kania)
SCV: 3 (Czari, Istoc, Koßbiehl)

Vorbericht

Das erste Auswärtsspiel der Saison steht an: die Vöhringer Handballer müssen in der Württembergliga zur SG Ober-/Unterhausen (20 Uhr, Ernst-Braun-Halle).

Die hohe Auftaktpleite schlug den Vöhringern natürlich auf den Magen, dennoch ging Trainer Vasile Stanciu mit seinen Schützlingen nicht allzu hart ins Gericht, lobte hingegen sogar Engagement und Kampfgeist vor allem seiner ganz jugen Akteure. Diese bekommen es am Samstag mit einem seit Jahren in der Liga etablierten Team zu tun. "Die SGOU ist eine kampfstarke und begeisterungsfähige Mannschaft, die vor allem auf eigenem Terrain nur schwer zu besiegen ist.", weiß der Coach. Die junge Mannschaft, in der einige Spieler aus der ehemaligen Württemberglia-A-Jugendmannschaft stehen, hat mit Matthias Kania, Steffen Buck und Patrick Bader erfahrene Führungsspieler, zudem schnürt heuer auch "Oldie" Timo Pfeiffer auf Rechtsaußen wieder die Handballstiefel. "Das wird ganz schwierig, da uns einfach zentrale Spieler weiterhin fehlen. Aber wir wollen die Flinte nicht kampflos ins Korn werfen und eine ordentliches Partie abliefern." so Stanciu. "Umso mehr hoffen wir auf die Rückendeckung unserer Fans, auch in fremder Halle." Wer den Trainer beim Wort nehmen möchte, kann die Mannschaft im Fanbus begleiten, wie üblich natürlich kostenlos. Busabfahrt ist um 17.00 Uhr am Vöhringer Wielandparkplatz, Zustiegsmöglichkeit besteht um 17.20 Uhr in Ulm an der Tankstelle gegenüber der Fa. Schwenk.

Vorbericht der SG Ober-/Unterhausen

Einiges gut zu machen hat die SG Ober-/ Unterhausen nach der Auswärtspleite im ersten Saisonspiel. Die Spieler sind sich bewusst, dass beim Aufsteiger aus Albstadt das Leistungspotenzial nicht auch nur annähernd erreicht wurde. Im ersten Heimspiel der Saison erwartet Neutrainer Daniel Kania nun eine Reaktion seiner Mannschaft. Um gegen den SC Vöhringen bestehen zu können bedarf es jedoch einer erheblichen Leistungssteigerung.

Der SC Vöhringen kam in der letzten Woche beim TV Weilstetten ebenfalls mit 18:27 „unter die Räder“. Dies sollte jedoch keinesfalls als Maßstab für die SG dienen. Der wurfgewaltige Rückraum um Valentin Istoc ist derzeit stark geschwächt. Sage und schreibe 5 Stammspieler stehen in Vöhringen auf der Verletztenliste. Wie sich dies bis Samstag entwickeln wird, bleibt für die SG abzuwarten.

Um das erste Heimspiel für sich gestalten zu können muss sich die Mannschaft um Kapitän Patrick Bader jedoch vor allem auf sich selbst konzentrieren, die eigenen Stärken nutzen und Fehler aus der letzten Woche abstellen. Hierzu  muss zum einen die Trefferquote  – man erzielte in Albstadt aus 55 Angriffen lediglich 17 Tore - deutlich verbessert werden. Zum anderen muss das Vorgehen in der Abwehr mit mehr Aggressivität und Kommunikation erfolgen. Auch überflüssige technische Fehler gilt es abzustellen.

Anpfiff ist am Samstag, 19.09.2015, um 20:00 Uhr in der Ernst-Braun Halle in Lichtenstein.

Zwischen dem Vorspiel der männlichen C-Jugend und dem Spielbeginn erfolgt zudem die Mannschaftsvorstellung für die Saison 2015/2016. Für die Zuschauer lohnt es sich somit den Weg in die heimische Halle etwas früher anzutreten.

SC Vöhringen – TV Weilstetten 18 : 27 (8 : 12)

Samstag, 12.09.2015: Spielbericht

Ohne Chance war der SC Vöhringen in seiner Auftaktpartie in der Württemberliga: durch verletzungsbedingte Ausfälle erhöhte sich die Zahl der fehlenden Stammspieler während der Partie auf fünf, was die cleveren und eingespielten Gäste nutzten und einen deutlichen 27:18 (8:12)-Sieg davon trugen.

Dabei hatte es gut begonnen: André Bluhm erzielte mit einem seiner gefürchteten "Kracher" das 1:0, und nach zwei weiteren schönen Distanzwürfen von Valentin Istoc und David Schuler führte der SCV in der achten Spielminuten mit 3:1. Großen Anteil daran hatte auch der starke Andrei Mitrofan, der unter anderem bereits zwei Siebenmeter unschädlich gemacht hatte. Ein weiterer Ausbau der Führung war möglich, jedoch geriet ein Gegenstoßpaß zu lang und man schloß zweimal unüberlegt ab. Weilstetten schlug daraus unmittelbar Kapital, glich aus, und eroberte die Führung (12. Minute). André Bluhm konnte da schon nicht mehr mitwirken, der Torjäger war umgeknickt und droht ebenfalls länger auszufallen, wenig später sollte ihm noch der bereits angeschlagen ins Spiel gegangene Roland Czari folgen. Die Ausfalliste um Fabian Seiler, George Stanciu und Arne Pick wuchs nochmals an, während die Produktivität im Angriffsspiel abnahm. Bis zum 6:8 durch "Vali" Istoc hielt man einigermaßen den Anschluss, doch dann enteilte der TVW auf 6:10 und nahm diese Vier-Tore-Führung auch mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kristallisierte sich schnell heraus, dass für die Rot-Weißen am heutigen Tage nichts zu holen sein würde. Zu schwer wogen die Ausfälle, zu stark präsentierte sich allerdings auch die Gästemannschaft, die auf allen Positionen gut besetzt war. Nach 35 gespielten Minuten war der Rückstand weiter angewachsen, trotz eines gut parierenden Andrei Mitrofan im SCV-Gehäuse. Die jungen Akteure – der ein oder andere SCV-Fan hätte sich mehr als einen Kurzeinsatz des erfahreneren Oliver Robotka gewünscht – um Lukas Koßbiehl, Yannick Kast, Matthias Stetter und Lucas Fiesel mühten sich redlich und hatten einige gute Aktionen, auch wenn doch deutlich mehr Fehler produziert wurden als bei den Gästen. So wuchs der Rückstand weiter an, der sonst so zuverlässigen "rechten Seite" wollte mit Ausnahme von Valentin Istoc kaum etwas gelingen, beim 15:23 (46. Minute) lagen schon acht Treffer Differenz zwischen den beiden Kontrahenten. Trotzdem ließen sich die Vöhringer nicht hängen, kämpften - oft unglücklich in ihren Entscheidungen - bis zum Schluß, was auch das Publikum honorierte, seine Mannschaft durchgehend unterstützte und ihr nach Spielende aufmunternden Applaus spendete.

SC Vöhringen:
Andrei Mitrofan, Martin Stetter; Andrei Bluhm (1), Valentin Istoc (7), Johannes Stegmann (1), Yannick Kast (1), Christian Bucher (1), David Schuler (2), Lukas Koßbiehl (2), Sandro Jooß (1/1), Oliver Robotka, Roland Czari (1), Matthias Stetter (1).
 
TV Weilstetten:
Moritz König, Steffen Dold; Felix Euchner, Julian Mauthe (5), Martin Maier (1), Daniel Naumann, Felix Saueressig (2), Michael Witt (1), Frank Raible (2), Mario Bischoff (4), Eric Single, Steffen Müller (4), Marius Kiene, Micha Kuebler (8/7).
 
Siebenmeter:
SCV: 1/1
TVW: 9/7 (Mitrofan pariert gegen Euchner und Müller)

Zeitstrafen:
SCV: 2 (Kast, Robotka)
TVW: 6 (Euchner, Maier, Naumann, Saueressig, Raible, Müller)

Vorbericht

Die lange Vorbereitungszeit hat ein Ende, nun geht es endlich los: Der SC Vöhringen startet mit einem Heimspiel in die Württembergligasaison 2015/2016 (Samstag, 19.30 Uhr, Sportpark). Die Wielandstädter empfangen den TV Weilstetten, einen "Neuling im Süden"- die Jahre zuvor waren die "Lochenfüchse" in der Nordstaffel von Württembergs höchster Spielklasse vertreten.
"Das ist eine gute, spielstarke Mannschaft", weiß SCV-Trainer Vasile Stanciu, der rein mit den Ergebnissen aus den Vorbereitungsspielen sicherlich nicht immer zufrieden sein konnte. "Wir mussten jahrelange Leistungsträger ersetzen und haben ein neuformiertes Team, da dauert es einfach etwas, bis alles richtig rund läuft. Hier ist uns der eingespielte TVW sicher etwas voraus." Zudem können die Rot-Weißen nicht in Bestbesetzung antreten: Arne Pick fehlt ausrechnet im Spiel gegen seinen Heimatverein, seine Verletzung aus dem Pokalspiel gegen Söflingen lässt einen Einsatz zum Auftakt noch nicht zu. Gleiches gilt für George Stanciu, der ebenfalls noch pausieren muss, zudem weilt Torhüter Fabian Seiler auf einer Hochzeit im engsten Familienkreis.

"Natürlich ist es ärgerlich, dass uns diese Spieler nicht zur Verfügung stehen", so Vasile Stanciu. "Aber ich erwarte von denen, die am Samstag auflaufen, absoluten Einsatzwillen, Kampfgeist und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wir wollen mit unseren Fans im Rücken ein gutes Spiel abliefern." nimmt der Coach auch die rot-weiße Anhängerschar in die Pflicht: "Unsere vielen jungen Spieler brauchen die Unterstützung der Zuschauer, also kommt zahlreich und steht lautstark hinter unserem Team."

Auch am Samstag besteht weiterhin die Gelegenheit, Dauerkarten zu erwerben, außerdem wurde die Mannschaftspräsentation vor dem Spiel "aufgepeppt", und in der Halbzeitpause wird Jongleur "Valentino" eine Kostprobe seines Könnens geben.

Vorbericht des TV Weilstetten

Nach Platz fünf in der abgelaufenen Saison in der Nord-Staffel der Württembergliga sind die Handballer des TV Weilstetten nun wieder in der Südstaffel beheimatet. Los geht’s für die "Lochenfüchse" am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim SC Vöhringen.

"Für mich und die Mannschaft sind die Vöhringer zwar ein nahezu unbeschriebenes Blatt, aber ich habe mich in den vergangenen Wochen und Tagen mit einigen Trainern ausgetauscht und mir so doch Informationen besorgt", geht der neue TVW-Trainer Ralf Bader doch mit dem nötigen Wissen um den Gegner in das erste Saisonspiel. "Die Freude bei mir und bei der Mannschaft ist riesengroß, das wurde in den letzten Tagen im Training doch deutlich. Wir freuen uns jetzt, dass es nach der langen Vorbereitungsphase los geht", so Bader weiter. Immerhin einen Spieler kennen die Weilstetter bestens. Ihr langjähriger Teamkollege schnürt die Schuhe nämlich für den SC Vöhringen. Allerdings ist Pick derzeit verletzt und steht seiner Mannschaft, wie einige andere auch, nicht zur Verfügung. "Aber darauf gebe ich nicht viel. Vöhringen wird gerade zu Hause eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten. Außerdem herrscht im Sportpark immer eine gute Stimmung", weiß "Füchse"-Trainer Bader.

Am vergangenen Wochenende hat der TV Weilstetten im HVW-Pokal einen souveränen Start hingelegt, gewann das Erstrundenturnier in Tuttlingen nach Erfolgen über die Landesligisten HSG Leinfelden-Echterdingen (33:21) und HSG Rietheim-Weilheim (38:21) relativ locker. "Das war sicherlich eine gute Einstimmung, aber mit den Spielen in der Württembergliga sicher nicht zu vergleichen", ist sich Bader sicher, dass bereits am Samstag ein ganz anderes Kaliber auf seine Mannschaft wartet. Personell kann der TVW-Trainer nahezu aus den Vollen schöpfen, lediglich hinter dem Einsatz des angeschlagenen Eric Single steht noch ein Fragezeichen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen