SC Vöhringen 1893 e.V.

Abteilung Handball

Qualifikation – weibliche C-Jugend

19.05.2019 - Bayernliga - 2. Quali-Runde in Gröbenzell

Nach dem Gewinn der ersten Landesliga Qualifikationsrunde stieg die weibliche C-Jugend in die Bayernliga Qualifikation auf.

Der Weg zur Bayernliga führte die Mädchen heute nach Gröbenzell, eine Hochburg im bayrischen Frauenhandball.

Neben den Gastgeberinnen aus Gröbenzell und dem TSV Allach, die beide Bayernliga gemeldet hatten, wurde uns noch die Spielgemeinschaft aus Helmbrechts/Münchberg zugelost. Gröbenzell und Allach hatte man auf dem LEW Cup gesehen und somit wusste man, soweit ist man nicht von diesen Teams entfernt.

In der ersten Partie musste man gegen die SG Helmbrechts/Münchberg antreten, die mit Leni Zinkler über eine großgewachsene und kräftige BHV Kaderspielerin verfügen. Das Szenario war den Mädels aus der ersten Landesliga Runde bekannt. Der Gegner verfügt über eine Spielerin, die zur Not eben auch aus 10m ein Tor erzielen kann. Mara gelang der erste Treffer der Partie, allerdings verlief die erste Halbzeit etwas schleppend und die Mädchen brauchten ihre Zeit um in die Partie zu finden. Dies war auch nach der schwierigen Trainingssituation der letzten zwei Wochen kaum anders zu erwarten. Hinzu kam, dass mit Laura und Kati zwei Mädels angeschlagen in den Tag gingen und Lena aus privaten Gründen verhindert war. Zur Halbzeit lag man mit 5:8 in Rückstand. Problem: Chancenverwertung und die eine oder andere Unaufmerksamkeit.

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Mädels, die Abwehr um eine überragende Laura im Tor wurde zum Bollwerk. Dem Gegner erlaubte man nur noch 4 Tore in der zweiten Halbzeit und es gelang das Spiel zu drehen. Zwar konnte man die Partie mit 14:12 gewinnen, aber man vergab zu viele gute Chancen und so wurde auch ein 7m wieder nicht verwandelt.

Im zweiten Spiel traf man auf die Mädchen des TSV Allach, die ihre erste Partie gegen Gröbenzell gewonnen hatten. Mit einem Sieg wäre man schon fast eine Runde weiter. Im Vorgespräch war auch die BHV Kaderspielerin des TSV, Sarah Verweyen, ein Thema, die auf Rückraum Mitte spielt und ein wichtiger Faktor im Allacher Spiel ist. Der Start in die Partie missglückte und man lag nach fünf Minuten bereits mit 1:5 im Rückstand. Die Mädels kämpften sich ins Spiel und Lina sorgte mit einer tollen Leistung dafür, dass man zur Halbzeit nur mit 9:6 in Rückstand lag. Gleiches Problem wie in Spiel eins, man lies sehr viele gute Chancen liegen, ein Rückstand war völlig unnötig.

Leider wiederholte sich das in Durchgang zwei, sehr viele gut heraus gespielte Chancen wurden leichtfertig vergeben. Durch einen weiteren Treffer von Perla konnte der Rückstand in der 21. Minuten wieder auf drei Tore verkürzt werden, gleiches gelang Jule in der 25. Minute. Letzten Endes unterlag man Allach mit 19:14, was ärgerlich und unnötig war, da man reihenweise beste Torgelegenheiten ungenutzt lies. Wenn es schon mal nicht läuft, dann kommen einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen des Unparteiischen hinzu, die eine Aufholjagd erschwerten.

Die Mädchen waren zu Recht geknickt und unzufrieden, hier war deutlich mehr drin und das wussten sie auch. Zum Glück gab es nun eine Spielpause und die Mädels konnten etwas durchschnaufen, bei der hohen Temperatur in der Halle durchaus auch nötig.

Durch die anderen Spielergebnisse musste im letzten Spiel ein Sieg her, um weiter in der Bayernliga Quali zu bleiben. Die Mädchen zeigten eine überragende Reaktion, mit einem Spiel auf ganz hohem Niveau. Gröbenzell konnte nur in den Anfangsminuten mithalten, danach gab es kein Halten mehr. Kaum technische Fehler, sehr gut angelegte Angriffe und ein starkes Abwehrspiel brachten die verdiente 7:13 Pausenführung für die Mädchen aus dem Illertal. Kein Nachlassen in der zweiten Halbzeit, Gröbenzell fiel keine Lösung mehr ein und konnte nicht nachlegen. Bis zur Auswechslung einer toll aufgelegten Laura im Tor, musste sie nur noch einen Gegentreffer hinnehmen. Man erlaubte Gröbenzell in der zweiten Halbzeit nur drei Tore, eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass auch Gröbenzell eine sehr groß gewachsene BHV Kaderspielerin in ihren Reihen hat.

Da es nun drei Teams mit 4:2 Punkten gab musste gerechnet werden, wer das Turnier gewonnen hat und sich direkt für die Bayernliga qualifiziert. Hier kommt die Regelung zum Zug, dass nur die Ergebnisse der punktgleichen Teams betrachtet werden und unsere Mädels somit leider den Turniersieg verpasst haben, trotz bestem Gesamttorverhältnis. Hier darf man sich kurz über die vielen vergebenen Chancen der ersten beiden Partien ärgern, aber unter dem Strich sind die Mädels ganz nah dran an der Bayernliga.

Somit hat man sich die Landesliga vorzeitig gesichert, ein toller Erfolg. Aber wenn man so knapp am Turniersieg gescheitert ist und gefühlt auf dem gleichen Niveau ist, möchte man auch mehr. Eine Chance haben die Mädchen noch dazu, am 01.06.19 findet die zweite Runde der Bayernliga Qualifikation statt, hier muss man den ersten oder zweiten Platz belegen, um sich für die Bayernliga zu qualifizieren. Jetzt heißt es hoffentlich mal wieder vollzählig zu trainieren und weiter für das hohe Ziel Bayernliga zu arbeiten.

(Andreas Theimer)

Es spielten: Laura Hoke und Lara Rettermeier (Tor), Perla Fant (3), Lea Of (4), Annika Buchberger (5), Katharina Hinterkircher (1), Lina Schiller (13/4), Jule Theimer (12/4), Emily Gege (5), Mara Hilsenbeck (8), Sina Lindnau (3)

04.05.2019 - Landesliga - 1. Quali-Runde in Ottobeuren

Am Samstag startete die weibliche C1-Jugend in die Qualifikationsrunden zur Landesliga. Dabei hatte die wC1 das Glück keine zu weite Fahrt absolvieren zu müssen. Austragungsort der ersten Qualifikationsrunde war Ottobeuren. Neben den Gastgebern der JSG Ottobeuren-Memmingen waren die Mädchen des TSV Simbach als auch des TSV Niederraunau die heutigen Gegner.


Im ersten Spiel des Tages mussten die Mädels gleich gegen die Gastgeberinnen antreten. Hier galt es insbesondere die BHV Auswahlspielerin Leonie Hofius unter Kontrolle zu bekommen, die die Top Torschützin der Gastgeber in der abgelaufenen Saison war. Der Start in die Partie war holprig, die Nervosität spürbar. So dauerte es bis zur 5. Spielminute bis unser Team durch einen Treffer von Lena mit 1:0 in Führung ging. Zuvor wurden leider wieder zwei 7m vergeben, sonst wäre man vermutlich besser in die Partie gekommen. Zahlreiche gute Chancen wurden nicht genutzt und so hielt man Ottobeuren im Spiel. Erneut wurde zur Halbzeit ein weiterer 7m verworfen, aber für unsere Werferin war das sehr schwierig. Eine gefühlte Ewigkeit musste sie auf die Ausführung warten, da die Hallensirene leider nicht mehr aufhören wollte. Der Wurf ging an den Innenpfosten und der Ball nicht ins Tor. Somit wurden die Seiten beim Spielstand von 6:6 gewechselt. Je länger die Partie dauerte, umso mehr konnten sich unsere Mädchen durchsetzen. Ottobeuren konnte zur Not mit Gewaltwürfen ihrer stärksten Spielerin zwar immer wieder Tore erzielen und dran bleiben, aber das bessere Team setzte sich am Ende durch. Torgefahr von allen Positionen war der Schlüssel, so steuerte unter anderem auch Lea zwei Treffer im zweiten Durchgang bei. Das Auftaktspiel entschieden die SCV-Mädels mit 17:13 für sich. Das Spiel war deutlich von der Nervosität geprägt und in allen Bereichen war eine Leistungssteigerung notwendig. Aber die Abwehr konnte phasenweise schon überzeugen.


Das zweite Spiel bestritten die Mädchen gegen den ÜBOL Staffelsieger der letzten Saison, gegen Niederraunau. Auch in diesem Team gibt es eine prägende Spielerin, die ebenfalls zum BHV Kader gehört. In dieser Partie startete Lara im Tor, die am Anfang auch gleich gefordert war. Jule eröffnete bereits nach 14 Sekunden mit ihrem Treffer die Partie, bevor Lara postwendend den ersten 7m parierte und vor allem in der Anfangsphase dafür sorgte, dass sich das Team in rot-schwarz langsam absetzen konnte. Erst in der 6. Spielminute erzielte Annika den 2:1 Führungstreffer. Wieder dauerte es lange, bis die Mädchen im Spiel waren. Mara stellte mit einem weiteren Treffer den 7:4 Halbzeitstand her. Danach gab es kein Halten mehr, Halbzeit zwei gehörte ganz den Mädchen aus dem Illertal und die Partie wurde mit 19:10 gewonnen. Perla und Emily mit je zwei Treffern, sowie Sina mit einem 7m Treffer waren neben Mara und Lina die Torschützen in der zweiten Halbzeit. Hier zeigte sich klar die Entwicklung der Mädels nach einer Landesliga Saison, wie wichtig die letzte Saison für diesen deutlichen Erfolg war. 


Im dritten und letzten Spiel des Tages ging es um den Turniersieg. Natürlich wollten sich die SCV-Mädchen für die bisherigen Leistungen belohnen und auch das letzte Spiel gewinnen. Wie bei den vorherigen Teams gab es auch bei den Mädchen des TSV Simbach eine dominierende Spielerin, Verena Schimpf, ebenfalls BHV Kader Spielerin. Die große und kräftige Rückraumspielerin ist der Kopf der Mannschaft und sagt letzten Endes auch an, was gespielt wird. Auch hier zeigte sich wieder die Landesligaerfahrung der letzten Saison und der fordernden Vorbereitungsturnieren, es wurde auf beiden Seiten hart aber fair gespielt. Prompt sorgte die stärkste Gegenspielerin mit einem ihrer acht Treffer in der Partie für den 0:1 Rückstand, den aber Mara postwendend ausglich. Zum Start war vor allem Mara am Kreis sehr präsent und aktiv im Spiel. Nach einem weiteren verworfenen 7m und dem 1:2 Rückstand war es Sina, die den Ausgleich herstellte. Allerdings dauerte es bis zur 8. Minuten, bis die Mädels durch einen Doppelpack von Mara zum ersten mal mit 7:6 in Führung gingen. Jule setzte noch einen Treffer zum 8:6 drauf. Aber ganz konnte man den Gegner nicht abwimmeln und durch den einen oder anderen leichten Fehler ging man nur mit einer 11:10 Führung in die Pause.
Die Abwehr, in der Sina und Lina Schwerstarbeit verrichteten, wurde zum Bollwerk. In Halbzeit zwei erlaubte man den Gegnern nur noch 6 Treffer, während man selbst noch 14mal den Ball ins Netz jagte. Ein ums andere Mal zwang man den Gegner ins Zeitspiel und in einer wichtigen Phase gelang es Jule immer wieder Bälle abzufangen und den Gegenangriff einzuleiten. Lena hatte den ersten SCV Treffer an diesem Tag erzielt und beendete mit ihrem Treffer zum 22:16 auch die letzte Partie. In Halbzeit zwei waren es vor allem Lina und Jule, die das Spiel antrieben, aber der Schlüssel zum Erfolg war die starke Abwehrleistung im Verbund. Klar, dass sich nach dem Schlusspfiff die Mädchen sofort im Kreis wieder fanden und tanzend „Landesliga, Landesliga...“ gerufen haben.

Die größte Stärke ist der Teamgedanke und die Möglichkeit, von allen Positionen gefährlich zu sein, das macht die Mannschaft schwer ausrechenbar. Alle Mädels, aber wirklich alle, haben heute ihre Leistung gebracht und zum tollen Erfolg beigetragen. Dies wurde auch anerkennend von Eltern anderer Teams so bestätigt. Es fällt mir schwer aus so einer guten geschlossenen Mannschaftsleistung jemand hervorzuheben, aber bei Lina möchte ich eine Ausnahme machen. Zuletzt schon mit starken Leistungen in der Vorbereitung, hat sie unter der Woche krankheitsbedingt die Nachsichtung zum BHV Kader verpasst, aber mit solchen Leistungen hätte sie absolut eine Chance verdient gehabt. Sie hat die Woche über nicht trainieren können, aber Samstag wieder eine überragende Leistung abgerufen.

Der erste Schritt in der Qualifikation ist getan, aber wirklich erreicht hat man noch nichts. Als Turniersieger steigt die weibliche C-Jugend in die Bayernliga Qualifikation auf, die höchste Spielklasse in Bayern. Hier wird es sich zeigen, wie es weiter geht, natürlich gehört auch das nötige Glück dazu, in welcher Gruppe man landet, wie es mit der einen oder anderen Verletzung so aussieht oder ob zum nächsten Spieltermin alle Spielerinnen verfügbar sind. Sensationell wäre es die erste Bayernliga Qualifikationsrunde zu überstehen, somit hätte man die Landesliga sicher erreicht, aber das wird ein ganz, ganz schweres Unterfangen.
Sicher werden die Mädels wieder alles geben und als Einheit auftreten und wer weiß, was am Ende noch möglich ist. Ziel ist es natürlich, so schnell wie möglich die Landesliga Qualifikation zu erreichen.

Zur Freude aller tauchten Alicia und Vicky (Danke an Vicky´s Papa, der die Mädels nicht nur gefahren hat, sondern die C-Jugend auch lautstark angefeuert hat) zur Unterstützung in Ottobeuren auf, das zeigt den tollen Zusammenhalt aus der letzten Saison und die Verbundenheit untereinander, ein sehr schönes Zeichen, wie ich finde. Auch Tom Lieble fand den Weg nach Ottobeuren und unterstützte die Arbeit auf der Bank nach allen Kräften, Danke dafür. Ebenso ein großes Dankeschön an Tina, die es an dem aufregenden Spieltag neben mir auf der Bank aushalten musste.

(Andreas Theimer)

Es spielten: Laura Hoke und Lara Rettermeier (Tor), Perla Fant (2), Lea Of (2), Annika Buchberger (4), Katharina Hinterkircher, Lina Schiller (21/3), Jule Theimer (10/1), Emily Gege (3), Mara Hilsenbeck (10/1), Lena Wiesmeier (3), Sina Lindnau (3/1)

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